Tatort-Kritik: „In der Familie“, Teil eins In einer netten Pizzeria nebenan

Kommissar Faber (Jörg Hartmann) übt Druck auf Juliane Modica (Antje Traue) aus, sich gegen die Mafia zu stellen. Foto: WDR/Frank Dicks 26 Bilder
Kommissar Faber (Jörg Hartmann) übt Druck auf Juliane Modica (Antje Traue) aus, sich gegen die Mafia zu stellen. Foto: WDR/Frank Dicks

Zum 50-Jahre-Jubiläum des „Tatort“ wurde es bitter ernst: Teil eins der Doppelfolge „In der Familie“ erzählte von einer Gastwirtsfamilie, die zwischen Mafia und Polizei gerät. War das Anschauen einen Sonntagabend wert?

Kultur: Thomas Klingenmaier (tkl)
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Dortmund - Was taugt „In der Familie“? Der erste Teil der Doppelfolge zum „Tatort“-Jubiläum mit den Teams aus Dortmund und München in unserem Schnellcheck.

Die Handlung in zwei Sätzen Faber und sein Dortmunder Team üben Druck auf die Frau eines italienischen Gastwirts aus, ihnen Insiderinformationen über die Mafiaverbindungen der Familie zu liefern. Die heikle Lage wird noch schwieriger, als Leitmayr und Batic aus München anrücken, um einen Haftbefehl gegen einen der Observierten zu vollstrecken.

Zahl der Leichen Zwei.

Schule des Verbrechens Die Jubiläumsfolge „In der Familie“ zeigt sehr beklemmend, wie nette, normale Leute hineingesogen werden ins organisierte Verbrechen. Wie man immer mehr von ihnen verlangt, wie sie verzweifeln, wie sie mittun müssen, und wie sich einer dann brutalisiert, um im Milieu zu bestehen.

Knallharte Abwägung Dass er Schlimmeres verhindern kann, wenn er jetzt Schlimmes tut, hat Faber klar vor Augen. Er will es nicht wahrhaben, aber nach dieser Logik wird er über Leichen gehen.

Unser Fazit Der Regisseur Dominik Graf, der Autor Bernd Lange und die Schauspieler in Hochform haben mit dem ersten Teil des Jubiläums-Doppels einen der besten „Tatorte“ je geliefert.

Spannung 1; Logik 1




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