Vorschau auf „Tatort“ aus Wien Eine Seuche in der Steiermark

Bei der Obduktion: Adele Neuhauser, Günther Franzmeier und  Harald Krassnitzer (v. li.) Foto: ARD 12 Bilder
Bei der Obduktion: Adele Neuhauser, Günther Franzmeier und Harald Krassnitzer (v. li.) Foto: ARD

Das „Tatort“-Team aus Wien bekommt es mit winzig kleinen Killern zu tun: mit Ebola-Viren. Können sich Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) auf den Beinen halten?

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Stuttgart - Ebola in Österreich. So was gibt’s. Aber bisher glücklicherweise nur im Fernsehen. Am Sonntag bekommen es Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) mit ihrem bisher gefährlichsten Täter zu tun – einem todbringenden Virus. Bis ihnen das klar wird, dauert es allerdings ein bisschen.

Zunächst führt sie der Fund eines toten Afrikaners in die Steiermark. Er wird in einem Steinbruch gefunden. Thomas Reuss (Martin Niedermair) ist der Besitzer des Steinbruchs und gerät unter Verdacht. Reuss‘ Bruder Albert war Arzt in Afrika und beschäftigt Flüchtlinge auf seinem Hof. Auch er wirkt nicht ganz koscher, schmuggelt er Drogen und Medikamente? Dann stellt Rechtsmediziner Michael Kreindl fest: Der tote Kamil Daouda Maka (David Wurawa) litt an Ebola. Hoch ansteckend, fast immer tödlich.

Immer mit dem Holzhammer

Der Seuchenschutz rückt an, die Gegend wird abgeriegelt. Haben sich Eisner und Fellner schon angesteckt? Ein ungewöhnliches Szenario für einen Krimi. Es könnte funktionieren, würde das öffentlich-rechtliche Fernsehen endlich einmal der Klugheit seiner Zuschauer vertrauen und nicht immer den Holzhammer hervorholen. So fühlt man sich wie in der einst legendären ARD-Fernseh- „Sprechstunde“ von Antje Schäfer-Kühnemann. Ohne Unterlass prasselt auf einen ein, wie ungerecht die Welt ist; dass nur Afrikaner an Ebola sterben; dass deshalb keiner Interesse am Entwickeln von Medikamenten hat; dass sich das ändern muss. Alles richtig. Aber so penetrant ist das, dass es selbst der Gutwilligste nicht mehr hören kann. Weniger wäre mehr. Eisner und Fellner immerhin sind in Hochform, und man ahnt am Ende, selbst eine Quarantäne kann sie nicht trennen.




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