Einer ist in Quarantäne: Doch die Tennisspieler des TV Oeffingen müssen am Sonntag zum Verbandsliga-Auftakt wohl beim TC Ravensburg antreten.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)

Oeffingen - Der neue Cheftrainer hat neue Anreize gesetzt. Die Beteiligung an den Übungsabenden ist stets hoch, dem internen Leistungsvergleich misst Philipp Hesse dabei eine gesteigerte Bedeutung bei. Der 31-Jährige sah seine Teamgefährten zuletzt in hartnäckigen Schlagabtausch auf rotem Sand vertieft und so mit einiger Zuversicht dem Saisonstart am Sonntag, 10 Uhr, beim TC Ravensburg entgegen. Doch Mitte dieser Woche waren seine Überlegungen fürs Erste weitgehend hinfällig. Eine Nachricht beeinträchtigte nicht bloß die finalen Vorbereitungstage der versiertesten Tennisspieler des TV Oeffingen, sie stellte den bevorstehenden Verbandsliga-Auftakt überhaupt infrage. Ein Hauptakteur des Teams hat einen positiven Corona-Befund erhalten. Der Betroffene ist seither in Quarantäne, am Donnerstag ging es ihm den Umständen entsprechend gut. Doch zumindest bis zum Abend war noch nicht ganz klar, was das im Hinblick auf den Ligabeginn am Sonntag in Ravensburg bedeutet.

Ein Hauptakteur hat einen positiven Corona-Befund erhalten

Philipp Hesse, selbst vollständig geimpft und frisch getestet, hat die Gastgeber nach der unliebsamen Mitteilung direkt um eine Verlegung des ersten Spiels gebeten. Die Antwort vonseiten des TC Ravensburg fiel diesbezüglich eher zurückhaltend aus. Mit Vorlage von negativen Corona-Tests der restlichen Teammitglieder stünde der Partie am Sonntag nichts entgegen. Diese Sicht auf einen in immer noch bizarren Seuchenzeiten gar nicht so ungewöhnlichen Fall wie jenen beim TV Oeffingen bestärkt Rolf Schmid, Sportwart und Vizepräsident des Württembergischen Tennis-Bundes (WTB): „Es muss der Nachweis geführt werden, dass die restliche Mannschaft ohne Befund ist – mit einem tagesaktuellen Test oder der vollständigen Impfung. Dann kann ein Spiel ausgetragen werden.“ Der Verband sei in dieser Causa allerdings „sensibel“. Sprich: Wenn sich die Vereine auf einen Nachholtermin verständigen, ist das für den WTB genauso in Ordnung. „Das Problem ist nur: Du musst zwölf Leute unter einen Hut bringen“, sagt Rolf Schmid. „Unseren Erfahrungen nach scheitert eine Verlegung oft daran, dass sich die Mannschaften nicht auf einen neuen Spieltag einigen können.“

Philipp Hesse hätte auf mehr Entgegenkommen gehofft

Philipp Hesse hätte sich eben wegen der jähen Einflussnahme der Pandemie eine andere Reaktion und mehr Entgegenkommen vom TC Ravensburg erhofft, auch wenn der WTB das Vorgehen nicht beanstandet: „Du kannst doch da nicht einfach nein sagen.“ Die Entscheidung war am Donnerstag wohl auch noch nicht abschließend gefallen, doch nach dem Stand der Dinge werden die Oeffinger kaum umhinkommen, die Reise nach Oberschwaben anzutreten. Mit veränderter Aufstellung – einer darf zum Verbandsliga-Auftakt nicht mit dazugehören.

Gut immerhin für den TVOe-Verbund, dass am darauffolgenden Sonntag kein Ligaspiel im Terminkalender vermerkt ist. Erst in 16 Tagen, am 18. Juli, ist die Heimpremiere in dieser Runde gegen den TC Lauffen vorgesehen. Bis dahin sollte der Zwangspausierende – bei komplikationsfreiem Fortgang des Geschehens – die Quarantänezeit hinter sich haben.

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