Das Schauspiel Stuttgart und die Schauspielbühnen Stuttgart stellen wegen Corona-Erkrankungen im Ensemble Spielpläne um und lassen Vorstellungen ausfallen.

Stuttgart - Die Stuttgarter Theater sind von coronabedingten Krankheitsfällen derzeit stark betroffen. Das Schauspiel Stuttgart muss die Premiere von Wajdi Mouawads „Verbrennungen“ von 22. Januar auf den 5. Februar verschieben. Intendant Burkhard C. Kosminski sagt: „Natürlich hofft man – auch als Regisseur – jeden Tag, dass alle gesund bleiben. Jetzt hat es leider zwei Mitglieder meines Verbrennungen-Ensembles erwischt. Wir haben dabei trotz allem mehrfaches Glück: Den beiden geht es den Umständen entsprechend gut und durch die engmaschigen Testungen wurden die Infektionen frühzeitig entdeckt, sodass sich keine weiteren Kollegen und Kolleginnen angesteckt haben. Unsere Schutzmaßnahmen funktionieren also, das ist beruhigend zu wissen.“

Vorstellungen im Schauspielhaus fallen aus

So kurz vor der Premiere sei keine andere Möglichkeit geblieben, als diesen Termin um zwei Wochen zu verschieben. Kosminski weiter: „Ich probe jetzt erstmal ohne die beiden weiter, wir klären die ganzen technischen Fragen, machen das Lichtdesign fertig. Und wenn die beiden genesen sind, holen wir die Endproben auf der Bühne nach. Deshalb müssen wir auch einige Vorstellungen in den nächsten zwei Wochen verschieben, was mir als Intendant sehr weh tut. Wir haben einen engen Zeitplan für das Schauspielhaus und der gerät jetzt natürlich gehörig durcheinander.“

„Entfällt ersatzlos“ heißt es nun für „Black Box. Phantomtheater für 1 Person“ von Rimini Protokoll für die Vorstellungen am 24. bis 26. Januar. Betroffen ist auch Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“: Die Vorstellungen am 27. und 28. Januar finden nicht statt. Schimmelpfennigs „Siebzehn Skizzen aus der Dunkelheit“ am 2. und 4. Februar entfallen ebenfalls ersatzlos.

Premierenverschiebung in der Komödie im Marquardt

Umplanen muss auch die Komödie im Marquardt: Die für den 21. Januar angesetzte Premiere der Produktion „Spatz und Engel“ wird verschoben. Intendant Axel Preuß: „Grund für die Verschiebung waren zwei positive Testergebnisse sowie zwei weitere Verdachtsfälle, die zur Sicherheit zunächst ebenfalls in Quarantäne gegangen sind. Zum Glück sind unsere Team- und Ensemblemitglieder voll immunisiert beziehungsweise geboostert. Alle Sicherheitsmaßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, die Proben konnten wieder aufgenommen werden. Wenn alle gesund bleiben, findet die Voraufführung am 27. Januar statt, gefolgt von der Premiere am 28. Januar. Darauf freuen wir uns sehr!“

Lesen Sie mehr zum Thema

Theater Corona-Virus Premiere