Tierischer Zugbegleiter in London Katze hindert Zug an der Fahrt

Eine Katze liegt auf dem Dach eines Hochgeschwindigkeitszugs des Verkehrsunternehmens Avanti West Coast am Bahnhof London Euston. Foto: dpa/Network Rail
Eine Katze liegt auf dem Dach eines Hochgeschwindigkeitszugs des Verkehrsunternehmens Avanti West Coast am Bahnhof London Euston. Foto: dpa/Network Rail

Eine renitente Katze wirft die Reisepläne im Londoner Bahnhof Euston über den Haufen. Eine 25 000 Volt starke „Cat-astrophe“ konnte glücklicherweise abgewendet werden.

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London - Manchester soll immer eine Reise wert sein, besonders für Menschen aus London. Nun konnten die Passagiere eines Hochgeschwindigkeitszuges erst mit erheblicher Verspätung die Reise antreten: Eine Katze hat in London die Abfahrt ihres Zuges verhindert. Sie hatte es sich auf dem Dach eines Zuges gemütlich gemacht, wie das Verkehrsunternehmen Avanti West Coast Train am Donnerstag mitteilte.

Zweieinhalb Stunden Verspätung

Weil das Tier zunächst keinerlei Anstalten machte herunterzukommen, musste die Fahrt von London nach Manchester am Dienstag mit einem anderen Zug stattfinden. Zweieinhalb Stunden habe es gedauert, bis sich die Katze bequemte, eine als Trittbrett herbeigeschaffte Mülltonne zum Abstieg zu benutzen, hieß es weiter.

25000 Volt in der Oberleitung

Sie habe dabei großes Glück gehabt, nicht in Kontakt mit der 25 000-Volt-starken Oberleitung zu kommen. „Dankbarerweise wurde dieser Katze ihre Neugier nicht zum Verhängnis“, sagte Joe Hendry, der Manager des Londoner Bahnhofs Euston der Mitteilung zufolge.

Er sei froh, dass sie nicht eines ihrer neun Leben habe opfern müssen. Wie die braun getigerte Mieze auf den Zug gekommen war, blieb allerdings ein Rätsel. Ein Sprecher des Verkehrsbetriebes sagte, dass man ab und an Probleme mit Vögeln hätte, Katzen wären im Bahnhof allerdings neu. Man vermutet, sie hätte etwas Abwechslung vom tristen Lockdown-Alltag gesucht.

„Cat-astrophe“ verhindert

Das Verkehrsunternehmen Avanti West Coast Trains nahm den Vorfall wortspielreich aber gelassen hin, man sei froh, eine „Cat-astrophe“ verhindert zu haben. Nach der Rettung soll die Katze grußlos und auch ein bisschen arrogant den Heimweg angetreten haben.




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