Tocotronic Corona-Musikvideo „Hoffnung“ ist online

Von red/dpa 

Tocotronic melden sich zu Wort: Die schlaue Band aus Hamburg hat einen guten Song für schlechte Zeiten parat.

Ursprünglich wollte Tocotronic den  aktuellen Song erst 2021 auf einem neuen Album veröffentlichen. Foto: Universal
Ursprünglich wollte Tocotronic den aktuellen Song erst 2021 auf einem neuen Album veröffentlichen. Foto: Universal

Berlin/Hamburg - Die Kamera des Videos streift durch leere Städte, eine Gitarre und wehmütige Streicher erklingen, dazu singt Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow: „Hier ist ein Lied, das uns verbindet...“. Die renommierte Deutschpop-Band hat am Mittwoch den Song „Hoffnung“ herausgebracht - bewusst mitten in der Corona-Krise.

„Eigentlich war er gedacht für das neue Album, das 2021 erscheinen soll“, erklärte ein Sprecher der Plattenfirma Universal. „Aber da er leider gerade so gut passt, haben sie sich entschlossen, ihn jetzt schon zu veröffentlichen.“ Tatsächlich thematisiert die melancholische Ballade mit ihrem Schwarzweiß-Video Angst und Verunsicherung, aber eben auch mehr: „In jedem Ton/liegt eine Hoffnung/auf einen neuen/Zusammenhang“.

Mit einfachen Worten

Tocotronic, eine der wichtigsten deutschsprachigen Bands der vergangenen 25 Jahre um Singer-Songwriter von Lowtzow (49), schrieben an ihre Hörer über „Hoffnung“: Das Lied solle ihnen „in diesen dunklen Tagen - genau das - Hoffnung schenken. Denn der Text des Liedes, obschon über ein Jahr alt, spiegelt die Verzweiflung über die Vereinzelung, in der sich momentan jede*r befindet, mit einfachen, aber eindringlichen Worten wider und beschwört den Trost und die heilende Kraft, die von Musik und gegenseitiger grenzüberschreitender Solidarität ausgehen können.“ Zum Schluss appelliert das Quartett (neben von Lowtzow noch Jan Müller, Arne Zank und Rick McPhail): „Bleibt unverzagt und gesund, aber bleibt zuhause!“

Von den sechs Tocotronic-Alben der vergangenen 15 Jahre erreichten zwei Platz 1 der deutschen Charts (darunter zuletzt „Die Unendlichkeit“ Anfang 2018) und vier den dritten Rang. Die Band erhielt zahlreiche Auszeichnungen und gilt neben Blumfeld und Die Sterne als wichtigster Vertreter der intellektuellen „Hamburger Schule“.