Torhüter des FC Arsenal Wie Bernd Leno auf seine Zeit beim VfB Stuttgart zurückblickt

An Sven Ulreich (links) gab es für Bernd Leno beim VfB kein Vorbeikommen. Foto: Baumann
An Sven Ulreich (links) gab es für Bernd Leno beim VfB kein Vorbeikommen. Foto: Baumann

Ohne ein Bundesligaspiel bestritten zu haben, wechselte Bernd Leno im Sommer 2011 vom VfB Stuttgart als Stammkeeper zu Bayer 04 Leverkusen. Im Podcast „Kicker meets Dazn“ hat sich der heutige Keeper des FC Arsenal an die Hintergründe seines ungewöhnlichen Karriereschritts erinnert.

Sport: Marko Schumacher (schu)
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Stuttgart - Die Experten waren sich früh einig, dass Bernd Leno (29) eine erfolgreiche Karriere als Torwart im Profifußball bevorstehen würde. Als 17-Jähriger wurde er 2009 mit dem VfB Stuttgart deutscher Meister der B-Junioren und gab bereits im gleichen Jahr sein Profidebüt in der Dritten Liga. „Es ging immer steil bergauf“, so erinnert der gebürtige Bietigheimer nun im Podcast „Kicker meets Dazn“, „daher war es für mich nicht einfach, was dann passierte.“

Er habe in der zweiten VfB-Mannschaft „top gespielt“, dennoch durfte er zunächst „nie mit dem Profis trainieren, warum auch immer, keine Ahnung“. In der Vorbereitung auf die Saison 2011/2012 wollte er dann durchstarten und sich dem Konkurrenzkampf mit Sven Ulreich (heute beim Hamburger SV) stellen. Er habe den Verantwortlichen gesagt: „Gebt mir eine faire Chance.“ Vergeblich.

„Zack, zack, auf einmal habe ich in der Bundesliga gespielt“

Frühzeitig sei ihm signalisiert worden, dass er auch künftig in der zweiten Mannschaft trainieren und spielen werde. Es seien „die typischen Ausreden“ gewesen, „das war enttäuschend“, sagt Leno: „Zum Glück kam dann aber Bayer Leverkusen – und zack, zack, auf einmal habe ich in der Bundesliga gespielt und drei Wochen später in der Champions League.“

Lesen Sie hier: Unser Newsblog zum VfB Stuttgart

Zunächst wurde Leno als Ersatz des verletzten René Adler nur bis Jahresende ausgeliehen – doch schnell wurde klar, dass Bayer den damals 19-Jährigen fest verpflichten will. Auch Leno wollte nicht mehr zurück. „Sven Ulreich hat damals gut gehalten – das hat mir in die Karten gespielt.“ So gab es beim VfB keinen Bedarf, den Torhüter wieder zurückzuholen. „Komischerweise haben sich die Leute, die beim VfB etwas zu entscheiden hatten, nie bei mir gemeldet. Daher wusste ich genau: die wollten mich nicht behalten.“

Lesen Sie hier: Unser Interview mit Bernd Leno aus dem Jahr 2019

So wurde aus der Leihe Anfang 2012 eine feste Verpflichtung, für die Bayer dem VfB 7,5 Millionen Euro bezahlte. In Leverkusen entwickelte sich Leno zum Nationalspieler, ehe er im Sommer 2018 für eine Ablöse von 25 Millionen Euro zum FC Arsenal wechselte.




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