Tourismus in Ebersbach Essbare Kiesel fürs Albsäckle

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Essbare Filskiesel aus Schokolade und ein Henkersmahl bringen die Ebersbacher in die Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf ein – und setzen auf Tourismus.

Das Waldhöhenfreibad ist ein attraktiver Anlaufpunkt in Ebersbach. Foto: Archiv/ Horst  Rudel
Das Waldhöhenfreibad ist ein attraktiver Anlaufpunkt in Ebersbach. Foto: Archiv/ Horst Rudel

Ebersbach - Jetzt bekennt sich auch Ebersbach zur Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf. Einstimmig hat der zuständige Gemeinderatsauschuss für eine Mitgliedschaft in der rührigen Tourismusvereinigung votiert. Damit erhöht sich deren Mitgliederzahl auf 31 Kommunen. Die Geschäftsführerin Isabell Noether kann sich nach dem Beitritt von Albershausen im April nun über die zweite Mitgliedskommune im Bereich des unteren Filstals freuen.

Die blaue Wand liegt ziemlich weit entfernt

Als Filstalkommune liegt Ebersbach vom Albtrauf allerdings ziemlich weit entfernt, und wenn die Eberbacher einen Ausblick auf „die blaue Wand“ erhaschen wollen, gehen sie am besten auf die Höhen des Schurwalds bei Büchenbronn und Krapfenreut. Ähnlich weitblickend will die Stadt im unteren Filstal mit dem Beitritt zur Erlebnisregion nun offenbar auch auf Marketingebene agieren – wenngleich die Kommune selbst keine namhaften touristischen Attraktionen zu bieten hat. „Wir möchten gerne die Multiplikationsmöglichkeiten nutzen, die uns die Erlebnisregion bietet“, begründet Thomas Müller die Ebersbacher Entscheidung, die der Gemeinderat noch gutheißen muss. Als Wirtschaftsförderer hat Müller naturgemäß nicht nur die harten Standortfaktoren im Auge, sondern auch die so genannten weichen, die ebenfalls zur Attraktivität der Kommune als Wohn- und Gewerbestandort beitragen – nicht nur mit Blick auf das 850-Jahr-Jubiläum 2020.

Wandern, baden und staunen

Und Müller listet einiges auf, womit die Ebersbacher wuchern wollen: Gerade entsteht im Rahmen der kreisweiten Freizeitwegekonzeption der dreiteilige Rundwanderweg. Als Ausflugsziel empfehle sich außerdem das landschaftlich reizvoll gelegene Waldhöhenfreibad, und mit dem Stadtmuseum und der Jakob-Grünenwaldgedächtnisstätte biete die Kleinstadt gleich zwei interessante Anlaufstellen für historisch interessierte Besucher.

Gemäß dem Motto „gemeinsam geht es leichter und besser“ sollen diese örtlichen Angebote in den Printprodukten, im Internet und im Rahmen des Messeauftritts der Erlebnisregion auf der CMT Stuttgart bekannt gemacht werden. Dadurch würden die einzelnen Angebote attraktiver erscheinen und eine stärkere Aufmerksamkeit und Resonanz erzielen, heißt es in der Begründung der Verwaltung.

Alles Punkte, die Isabell Noether gerne unterschreibt. Die Geschäftsführerin der Erlebnisregion freut sich bereits auf das designierte neue Mitglied im unteren Filstal und die zusätzlichen Attraktionen, mit denen sich der Tourismusverband schmücken könne, zumal der örtliche Standortförderer nur so vor Ideen sprühe.

Essbare Filskiesel und ein Henkersmahl

Noether denkt vor allem auch an die kulinarischen Bereicherungen wie beispielsweise die Ebersbacher Filskiesel aus Aprikose und Schokolade und verschiedene Teemischungen aus einer Ebersbacher Manufaktur, die sich die Tourismusfachfrau gut in den Albtraufsäckle vorstellen kann.

Auch die Gastronomen könnten mit Überraschungen aus ihrem neu gebildeten Netzwerk aufwarten, verspricht Müller. Das habe vor allem die Zusammenarbeit mit dem Stadtarchivar Uwe Geiger ergeben. Und so tischen die Ebersbacher beim diesjährigen kreisweiten Sommer der Verführungen vier thematische Angebote auf, von der Räuberführung mit anschließendem Henkersmahl – in Erinnerung an das Ebersbacher Sonnenwirtle – bis zu einer Führung durch die Ebersbacher Unterwelt samt Vesper im Gewölbekeller.




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