Trickbetrüger in Leinfelden-Echterdingen Mann um mehrere zehntausend Euro betrogen

Von Amelie Pyta 

In Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) ist ein 72-Jähriger um mehrere zehntausend Euro betrogen worden. Mehrere Anrufer hatten sich bei ihm als Polizeibeamte ausgegeben und ihn aufgefordert, sein Erspartes bei ihnen abzugeben.

Trickbetrüger haben es vor allem auf Senioren abgesehen (Symbolbild). Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel
Trickbetrüger haben es vor allem auf Senioren abgesehen (Symbolbild). Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel

Leinfelden-Echterdingen - Um Goldmünzen im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro ist im Laufe der Woche ein 72-Jähriger aus Leinfelden-Echterdingen von Telefonbetrügern geprellt worden. Wie die Polizei berichtete, gaben sich mehrere Anrufer gegenüber dem Senior als verdeckt ermittelnde Polizeibeamte aus und erzählten ihm die frei erfundene Geschichte von einem in der Nachbarschaft festgenommenen Täter eines Raubüberfalls.

Bei diesem sei eine Notiz mit dem Namen und dem Vermögen des 72-Jährigen gefunden worden, weshalb sein Geld selbst auf der Bank nicht mehr sicher sei. Die Anrufer forderten den Mann auf, seine Wertsachen zur sicheren Verwahrung daher der „Polizei“ zu übergeben. Der verunsicherte Senior fuhr zu Bank, holte die Goldmünzen aus dem Schließfach und legte sie vor seine Haustür. Dort wurden sie später von einem Unbekannten abgeholt. Als sich der 72-Jährige daraufhin einer Angehörigen anvertraute, flog der Betrug auf.

Das Polizeipräsidium Reutlingen warnt vor solchen Betrügern und rät:

-Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer und legen Sie sofort

vollständig auf.

-Lassen Sie sich auf kein Gespräch ein - die Betrüger nutzen das

sofort für ihre Zwecke aus!

-Nehmen Sie stattdessen Kontakt mit der Ihnen bekannten Polizeidienststelle in Ihrer Nähe auf. Wichtig: Nicht die Rückruftaste drücken, sonst landen Sie wieder bei den Kriminellen.

Suchen Sie die Nummer selbst heraus oder wählen Sie den Polizeinotruf 110.

-Geben Sie nie Informationen über Ihre persönlichen und

finanziellen Verhältnisse oder über Konto- bzw. Kreditkartendaten, Passwörter, PIN-Nummern oder sonstige Zugangsdaten preis.

-Übergeben Sie nie einem Fremden Bargeld oder Wertgegenstände,

egal mit welcher Geschichte er bei Ihnen vorspricht.

-Lassen Sie Ihr Vermögen da, wo es ist, und heben Sie kein Geld

ab, um es einem angeblichen Polizeibeamten oder sonst einer angeblichen Amtsperson zu übergeben.

-Ziehen Sie einen Angehörigen oder eine Person Ihres Vertrauens

zu Rate.

-Wenn Sie Opfer eines solchen Betrugs wurden, erstatten Sie

Anzeige bei der Polizei.




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