Sie sind sich unsicher, wie viel Trinkgeld Sie dem Essenslieferanten geben sollten? Halten Sie sich an die folgenden Regeln.

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)

Trinkgeld ist nicht nur eine Geste der Wertschätzung, sondern in vielen Berufen auch eine Möglichkeit, das eigene Gehalt aufzubessern. Jeder, der schon einmal im Dienstleistungsbereich gearbeitet hat, weiß, wie viel ein paar Euro extra pro Kunde am Monatsende ausmachen können. Als Auftraggeber kann es aber schwierig sein, die richtige Höhe des Trinkgelds einzuschätzen. Hier sind einige Regeln, an die Sie sich halten können.

Als Faustformel: 2 bis 3 Euro Trinkgeld

Unabhängig von der Bestellsumme gilt ein Trinkgeld zwischen 2 und 3 Euro als angemessen für eine Essenslieferung. Bestellt man für eine größere Gruppe Essen und die Bestellsumme liegt im hohen zweistelligen bis niedrig dreistelligen Bereich kann man zusammenlegen und 5 bis 10 % Trinkgeld geben. Je höher der Bestellbetrag, desto eher sollte man sich an den 5 % orientieren. Wer online bestellt kann zudem bei einigen Lieferdiensten zwischen vorgegeben Summen von 5, 10 oder 15 % Trinkgeld auswählen.

Trinkgeld für den Lieferservice: Beträge aufrunden

Eine weitere Möglichkeit, um die Höhe des Trinkgelds festzulegen, ist es, ungerade Beträge aufzurunden. Bestellt man zum Beispiel für 18 € kann man auf 20 € aufrunden. Bei 22 € könnte man auf 25 € aufrunden und so weiter. Handelt es sich aber nur um kleine Beträge von 10 oder 20 Cent, ist es besser, dem Lieferdienst nochmal extra Trinkgeld zu geben.

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Trinkgeld im Nachhinein geben

Bei einigen Lieferdiensten kann man auch nach der Lieferung noch Trinkgeld geben. So kann man die Höhe an der Gesamterfahrung festmachen. Lieferando zum Beispiel hat eine 14-Tagesfrist, in der den Fahrern ein Trinkgeld überwiesen werden kann.

Niemand ist zum Trinkgeld verpflichtet

Selbstverständlich ist ein Trinkgeld nie ein Muss. In Deutschland erfolgt die Geste immer auf freiwilliger Basis. Wenn es die eigene finanzielle Situation im Moment also nicht zulässt, muss man sich nicht verpflichtet fühlen, ein paar Euro extra zu geben. Man sollte sich aber immer auch in die Lage der Lieferanten versetzen und sich fragen, wie viel einem der Service wert ist.