Trotz Corona-Krise Arbeitslosigkeit geht erstmals seit März wieder leicht zurück

Von red/ dpa/ lsw 

Die Corona-Krise hatte seit dem Frühjahr auch im Südwesten monatlich stets für steigende Arbeitslosenzahlen gesorgt. Jetzt verzeichnen die Statistiker erstmals seit März wieder einen Rückgang.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg ist noch immer prekär. Foto: dpa/Oliver Berg
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg ist noch immer prekär. Foto: dpa/Oliver Berg

Stuttgart - Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg ist erstmals seit März im Monatsvergleich wieder leicht gesunken. Im September waren im Südwesten 289 290 Menschen arbeitslos gemeldet - das ist im Vergleich zum August ein Rückgang von 1,7 Prozent, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote bleibt unverändert bei 4,6 Prozent. Angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie waren die Arbeitslosenzahlen seit dem Frühjahr bisher stets gestiegen. Schon zuletzt hatte sich der Anstieg allerdings etwas verlangsamt.

Die neuen Arbeitslosenzahlen spiegelten einen „verhaltenen und saisonbedingten“ Rückgang wider, sagte die regionale Arbeitsagentur-Geschäftsführerin Martina Musati. Das die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch immer prekär ist, wird mit Blick auf den Vorjahresvergleich deutlich: Im September 2019 waren in Baden-Württemberg rund 86 500 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als jetzt, damals hatte die Arbeitslosenquote 3,2 Prozent betragen.

Jugendarbeitslosigkeit auf hohem Niveau

Trotz der wirtschaftlich für viele Unternehmen immer noch schwierigen Situation gibt es einige Hoffnungsindikatoren. So traten im September mehr als 22 500 Menschen neue Jobs an, dieser Wert bewegt sich nahezu auf dem Vorjahresniveau. Auch die Jugendarbeitslosigkeit - unter die statistisch alle Arbeitslosen unter 25 Jahren fallen - sank im Vergleich zum August um 5,5 Prozent auf 32 559 Menschen. Hier sei es für eine Entwarnung allerdings noch zu früh, denn die Jugendarbeitslosenquote liege noch immer bei einem hohen Wert von 4,6 Prozent, sagte Musati. Vor einem Jahr hatte die Zahl der U-25-Arbeitslosen noch bei lediglich 21 120 Menschen gelegen.

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