Zwar verlor der Regionalligist im DFB-Pokal mit 0:4 gegen Bundesligist VfB Stuttgart. Am Ende überwog bei den Helfern, Fans und Angehörigen der Balinger Spieler der Stolz und die Freude über den Auftritt ihres Teams.

13400 Zuschauer hatten das schwäbische Derby in der ersten Runde des DFB-Pokals im Reutlinger Kreuzeiche-Stadion verfolgt, darunter viele Fans aus Balingen und der Umgebung, die ihr Team auch sonst in der Regionalliga unterstützen. Über 300 fleißige ehrenamtliche Helfer hatten dafür gesorgt, dass die TSG Balingen dieses Event stemmen konnte – und trotz der Niederlage herrschte am Ende doch Zufriedenheit.

 

Zahlreiche Zuschauer saßen nach dem Abpfiff noch auf der Tribüne und ließen das Spiel auf sich wirken. So wie die Familie des spielenden Co-Trainers Lukas Foelsch. „Es war das erwartete Fußballfest in einer randvollen Kreuzeiche. Und die Balinger Jungs dann in einem Pflichtspiel gegen einen Bundesligisten zu sehen – Fußballherz, was willst du mehr“, sagt Vater Alfred Foelsch. „Die Jungs haben sich sehr gut geschlagen. Das war Werbung für die TSG Balingen!

„Es war das erwartete Fußball-Fest in der Kreuzeiche“

Immer wieder den Blick auf sein Handy richtete während des Spiels Robert Eisele. Sein Sohn Sascha, eigentlich Stammspieler und stellvertretender Kapitän, fehlte in der Balinger Aufstellung. Sein Vater klärt auf: „Saschas Frau ist schwanger, und am Samstagmorgen ging es los mit den Wehen. Deshalb konnte er nicht dabei sein. Aber ich bin noch immer nicht Opa.“ Dieser Wunsch wurde ihm dann aber am Sonntag mit der Geburt einer Enkelin erfüllt. Nach Ansicht Eisele wäre es gut gewesen, wenn die TSG die Partie etwas länger hätte offen halten können. „Aber für die Jungs war das genauso ein tolles Erlebnis wie für ihre Fans.“

Auch der TSG-Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Sülzle war nach der Partie begeistert. „Das war ein Mega-Event. Vielen Dank an alle, die das mit ihrem unermüdlichen Einsatz ermöglicht haben“, lobt der Funktionär. „Die Überraschung ist zwar ausgeblieben – die Mannschaft hatte schon viel Respekt vor dem Gegner. Aber das Erlebnis insgesamt ist ein Ansporn, wieder einmal so ein Spiel zu erreichen. Wir hoffen, dass uns das gelingt.“

„Bei so einem Spiel da lacht das Fußballer-Herz“

Darauf hofft auch Achim Endreß, als er die Getränkekisten per Aufzug in den VIP-Bereich des Kreuzeichestadions bringt „Ich habe zwar vom Spiel nichts gesehen, da ich die ganze Zeit am Arbeiten war. Aber alleine schon die Atmosphäre war super. Es hat wirklich Riesen-Spaß gemacht.“ Viel Spaß hatten auch Sandra und Jochen Holweger vom Cafe Catrina in Frommern, die für die Verpflegung der Balinger Spieler bei den Heim- und Auswärtsspielen sorgen. „Es war schön, einmal so ein Spiel zu sehen. Die Jungs haben sich gegen den Bundesligisten wirklich gut geschlagen“, lobt Jochen Holweger. „Für die TSG Balingen war dies ein richtiges Sommermärchen mit dem Gewinn des WFV-Pokals und dem Einzug in den DFB-Pokal.“

Begeistert zeigt sich auch der ehemalige Balinger Spieler Matias Mauz, der seit mehreren Jahren beim SV Dotternhausen spielt. „Das war ein gutes Spiel vor so einer Riesenkulisse. Als Fußballer lacht da einem das Herz. Als ehemalige TSG-Spieler kenne ich natürlich noch einige der Jungs, wie etwas Torhüter Marcel Binanzer, der sich einige Mal auszeichnen konnte. Die Jungs waren in der ersten Halbzeit schon etwas nervös; umso schöner, dass es danach dann besser geklappt hat. Unter dem Strich lässt sich sagen, dass sich die Fans alle mit der Mannschaft gefreut und ihnen dieses besondere Spiel gegönnt haben.“ Da kann ihm Maren Pfister als Fan der TSG Balingen nur zustimmen: „Das ganz Drumherum bei so einem Pokal und die vielen Fans, die ihre Mannschaften lautstark angefeuert haben – das war schon etwas ganz Besonderes. Ich finde die Mannschaft hat es ganz gut gemacht gegen den VfB Stuttgart.“