Tübinger Poetik-Dozentur Karl Ove Knausgård in Tübingen

Rücksichtslos gibt er schreibend Auskunft über sich selbst:   Karl Ove Knausgård Foto: dpa
Rücksichtslos gibt er schreibend Auskunft über sich selbst: Karl Ove Knausgård Foto: dpa

Mit seinem sechsbändigen, keine Rücksichten nehmenden autobiografischen Romanzyklus „Min Kamp“ (wörtlich: Mein Kampf) ist zu einem der wichtigsten Schriftsteller unserer Zeit geworden: Im Dezember übernimmt der Norweger Karl Ove Knausgård zusammen mit Judith Schalansky die Tübinger Poetik-Dozentur.

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Tübingen - Der Schriftsteller Karl Ove Knausgård und Judith Schalansky sind Gast der diesjährigen Tübinger Poetik-Dozentur von 1. bis 6. Dezember. Die literarische Veranstaltungsreihe findet zum 33. Mal statt, wie die Universität Tübingen am Donnerstag mitteilte. Der Eintritt zu den öffentlichen Vorlesungen der deutschen Autorin und des norwegischen Schriftstellers ist frei.

Knausgård beginnt die Reihe mit einer Lesung in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall am 1. Dezember. Diese ist den Angaben zufolge bereits ausgebucht. Am 2. und 3. Dezember halte der Autor, der als einer der einflussreichsten norwegischen Schriftsteller seiner Generation gilt, dann zwei Vorlesungen in Tübingen. Sein sechs Bände umfassender autobiografischer Romanzyklus „Min Kamp“, dessen erster Band in Deutschland unter dem Titel „Sterben“ (2011) erschien, erregte internationales Aufsehen und erhielt zahlreiche Preise.

In einer Reihe mit Siri Hustvedt und Daniel Kehlmann

Die Schriftstellerin, Verlegerin und Buchgestalterin Schalansky beschäftige sich in ihren beiden Vorträgen am 4. und 5. Dezember mit der Frage, wie Literatur entstehe, hieß es weiter. Diesen Prozess wolle sie zudem Studierenden in einem Schreibworkshop näherbringen. Schalanskys 2008 erschienenes literarisches Debüt „Blau steht dir nicht“ erzählt von einer Kindheit an der Ostseeküste der DDR. 2009 wurde ihr aufwendig selbst gestaltetes Buch „Atlas der abgelegenen Inseln“ von der Stiftung Buchkunst als „Schönstes deutsches Buch des Jahres“ aus­gezeichnet.

Die Tübinger Poetik-Dozentur ist ein Projekt der Stiftung Würth. Sie wird seit 1996 am Deutschen Seminar der Universität Tübingen ausgerichtet. Einmal im Jahr werden Autoren eingeladen, die öffentliche Vorlesungen halten und Seminare anbieten­. Darunter waren bereits Siri Hustvedt, Hans Magnus Enzensberger, Daniel Kehlmann, Juli Zeh, Amos Oz und Herta Müller.




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