TVB Stuttgart Torwart „Jogi“ Bitter rechnet mit Abbruch der Handball-Saison

Johannes Bitter – kommt er diese Saison nochmals zum Einsatz? Foto: Baumann
Johannes Bitter – kommt er diese Saison nochmals zum Einsatz? Foto: Baumann

Noch ist nicht klar, ob die Saison in der Handball-Bundesliga zu Ende gespielt wird. Am Dienstag soll eine Entscheidung fallen. Johannes Bitter rechnet mit einem Ende der Saison.

Sport: Joachim Klumpp (ump)

Stuttgart - Nachdem bereits vor Wochen Jürgen Schweikardt als Trainer Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart für einen Abbruch der unterbrochenen Saison plädiert hat, zog Torhüter Johannes „Jogi“ Bitter nun nach. „Ich glaube, dass es darauf hinaus läuft, dass wir die Bundesliga in diesem Jahr nicht zu Ende spielen können“, sagte 37-Jährige, der bei der EM im Januar ein Comeback in der Nationalmannschaft gefeiert hatte und sich auch berechtige Hoffnungen auf eine Olympia-Teilnahme gemacht hatte, bis die Sommerspiele in Japan verschoben wurden. „Es sieht im Moment nicht danach aus, dass es seitens der Politik erhebliche Lockerungen gibt, dass das normale Leben wieder richtig anlaufen kann“, sagte Bitter: „Deswegen wäre es aus meiner Sicht im Moment sinnvoll, dass wir nicht weiterspielen müssen.“

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Eine endgültige Entscheidung werden die 36 Vereine der ersten und zweiten Liga (HBL) Anfang nächster Woche fällen, vermutlich am Dienstag, wenn für 11 Uhr die nächste Telefonkonferenz angesetzt ist. Sollten sich die Bundesligisten in ihrer Abstimmung für einen Abbruch entscheiden, müsste laut Bitter eine „Lösung gefunden werden, um die Liga vernünftig zu werten – ob über die Quotientenregel oder eine Annullierung der Saison.“ Dass der aktuelle Tabellenführer THW Kiel als Meister gekürt werden könnte, betrachtet Bitter als fair. „Betrachtet man die ganze Saison, ist Kiel die beste Mannschaft gewesen und wäre absolut verdient Meister.“ Die Frage der Wertung sei allerdings „eine ganz schwierige Entscheidung, die sehr gut überlegt sein muss. Da werden sicherlich noch einige Köpfe rauchen.“

Ihm selbst fehlt wiederum der berufliche Alltag. „Ich vermisse den Handball sehr. Ich vermisse meine Kumpels, die Kabine, das gemeinsame Training und auch das gemeinsame Lachen.“

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