Überforderte Annika Schleu bei Olympia 2021 DOSB fordert nach Reit-Drama Regeländerungen

Annika Schleu war mit dem Pferd sichtlich überfordert. Foto: dpa/Marijan Murat
Annika Schleu war mit dem Pferd sichtlich überfordert. Foto: dpa/Marijan Murat

Die Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu schlägt bei Olympia mit einer Gerte mehrfach auf das ihr zugeloste Pferd ein. Der Deutsche Olympische Sportbund hat nach den Bildern Regeländerungen gefordert.

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Tokio - Der Deutsche Olympische Sportbund hat nach den Bildern der mit einer Gerte auf ihr Pferd einschlagenden Modernen Fünfkämpferin Annika Schleu Regeländerungen gefordert. „Zahlreiche erkennbare Überforderungen von Pferd-Reiter-Kombinationen sollten für den internationalen Verband dringend Anlass dafür sein, das Regelwerk zu ändern“, schrieb der DOSB in einer Stellungnahme am Freitag. „Es muss so umgestaltet werden, dass es Pferd und Reiter schützt. Das Wohl der Tiere und faire Wettkampfbedingungen für die Athletinnen und Athleten müssen im Mittelpunkt stehen.“

Schleu hatte bei den Olympischen Spielen in Tokio aus purer Verzweiflung mehrfach mit der Gerte auf das ihr zugeloste Pferd Saint Boy eingeschlagen, das nicht in den Parcours wollte. Bundestrainerin Kim Raisner rief der Berlinerin - wie im Fernsehen deutlich hörbar - zu: „Hau mal richtig drauf! Hau drauf!“

Der DOSB schrieb weiter: „Der heutige Wettbewerb im Reiten des Modernen Fünfkampfs war teilweise von Szenen geprägt, die dem Ansehen der Sportart schaden.“ Für die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN hatte Sportchef Dennis Peiler gesagt: „Die Bilder, die wir gesehen haben, haben eine klare Überforderung von Reiterin und Pferd gezeigt“ Auch aus Sicht des Pferdsport-Verbandes „muss das Regelwerk dieser Sportart so gestaltet sein und angewendet werden, dass Reiter und Pferd geschützt werden. Hier besteht beim Modernen Fünfkampf offensichtlich dringender Handlungsbedarf.“

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