Umfrage in der Region Stuttgart Trotz Corona: Wohnungen teurer

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Im Frühjahr haben manche Experten mit einer Trendumkehr auf dem Immobilienmarkt in der Region Stuttgart gerechnet – wegen der Corona-Krise. Doch diese Einschätzung scheint inzwischen verflogen.

Im Neckarpark beim Cannstatter Wasen wird gebaut – auch Wohnungen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Im Neckarpark beim Cannstatter Wasen wird gebaut – auch Wohnungen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Sorgt die Corona-Pandemie nach Jahren des Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt der Region Stuttgart für eine Trendwende? Diese bange Frage stellte sich die Branche noch im Frühjahr, nun scheinen die Zweifel bei den meisten verflogen zu sein. In einer von der Wirtschaftsfördergesellschaft der Region Stuttgart (WRS) und dem Verein der Immobilienwirtschaft (IWS) durchgeführten Umfrage rechnen 70 Prozent der befragten Immobilienexperten mit steigenden Mieten und Kaufpreisen für Wohnungen. Auf dem regionalen Büromarkt werden indes stagnierende oder sogar sinkende Preise erwartet.

150 Fachleute befragt

Befragt wurden rund 150 regionale Immobilienfachleute aus der Makler- und Baubranche, Projektentwicklung und Architektur. In zentralen Lagen der Region rechnen 70 Prozent von ihnen bei Wohnungen mit steigenden Preisen, 60 Prozent erwarten dies auch in dezentralen Lagen. „Der Großteil schätzt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den regionalen Wohnungsmarkt als gering ein“, heißt es in der Studie, „die hohe Nachfrage und der dringende Bedarf bleiben bestehen.“ Anders sieht es beim regionalen Büromarkt aus. Über die Hälfte der Befragten geht in der Stadt von stagnierenden, ein Drittel sogar von sinkenden Preisen aus. In den Nachbarstädten und in dezentralen Lagen wird von neun von zehn Experten mit Stagnation oder Rückgang gerechnet. Gründe sind sinkende Nachfrage und geringerer Bedarf an Bürofläche pro Person.

Steigende Preise für Logistik

Auch bei Flächen für Produktion, für Gastronomie und für Einzelhandel wird ein Nachfragerückgang erwartet und in der Folge geringere Preise. Zudem gebe es einen Trend zu kleineren Räumen. Im Segment der Logistikflächen sieht es ganz anders aus: Zwei Drittel setzen auf eine steigende Nachfrage und höhere Miet- und Kaufpreise.




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