Umfrage zum Ferienende in Stuttgart Darauf freuen sich die Schülerinnen und Schüler zum neuen Schuljahr

Martina Elsenhans mit Tochter Marina  in StuttgartFoto: Lichtgut/Max Kovalenko Foto:   2 Bilder
Martina Elsenhans mit Tochter Marina in Stuttgart Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Ferien sind bald vorbei – am Montag geht die Schule wieder los. Wir haben uns in Stuttgart umgehört, welche Hoffnungen die Schülerinnen und Schüler fürs neue Schuljahr haben.

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Stuttgart - Am Montag beginnt für die meisten Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr. Bei vielen von ihnen, aber auch bei vielen Eltern, dürfte die Sehnsucht nach einem geregelteren Schulalltag groß sein. Die vergangenen Monate standen ganz im Zeichen der Coronapandemie und haben mit ständigem Wechsel zwischen normalem Präsenzunterricht, Wechselunterricht und längeren Homeschooling-Phasen alle Beteiligten ziemlich angestrengt.

Hoffen, das möglichst lange alles normal läuft

„Ich hoffe, dass es jetzt wieder normal anfängt und dann möglichst lange so bleibt“, sagt Deborah. Was die 13-jährige Stuttgarterin in ihren letzten Ferientagen allerdings fast noch mehr beschäftigt als die Sorge, ob der geplante Präsenzunterrichtbei wieder steigenden Inzidenzwerten auch tatsächlich dauerhaft aufrechterhalten werden kann, ist die Ungewissheit, welche neuen Lehrer sie bekommt und ob sie mit denen dann auch gut klarkommen wird. Im zurückliegenden Schuljahr hatte die Gymnasiastin, die jetzt in die 8. Klasse kommt, im Frühjahr lange Phasen ausschließlich mit Heimunterricht. „Erst nach den Pfingstferien ging es mal wieder für ein paar Wochen in die Schule“, erinnert sich Deborah.

„Ich hoffe, dass sich möglichst viele Kinder impfen lassen“

„Ich hoffe, dass es keinen Wechselunterricht mehr gibt“, sagt Marina, 15-jährige Gymnasiastin aus Vaihingen/Enz. Dem kann ihre Mutter nur beipflichten. „Der hat gar nicht funktioniert“, klagt Martina Elsenhans. Weil die sich abwechselnden Unterrichtsstunden in der Schule und zu Hause nach Ansicht von Marinas Mutter überhaupt nicht bewährt hätten, setzt sie vor allem aufs Impfen. „Ich hoffe, dass sich möglichst viele Kinder impfen lassen. Unsere Tochter ist schon geimpft. Das macht es sicherer, und die Kinder sind auch sicherer unterwegs, wenn sie geimpft sind“, sagt Martina Elsenhans. Für sie ein wichtiger Nebeneffekt: „Wenn Kinder vollständig geimpft sind, müssen sie nicht ständig die Angst haben, dass ein Test positiv ausfällt. Das war in den letzten Monaten für viele die größte Belastung.“ Beim aktiven Werben fürs Impfen will sich Martina Elsenhans allerdings zurückhalten. „Das muss jede Familie für sich selber entscheiden“, sieht sie in der Pro- und Contra-Diskussion ums Impfen ein Thema mit erheblichem Streitpotenzial: „Da driftet die Gesellschaft ziemlich auseinander.“

„Das letzte Jahr war teilweise wirklich herausfordernd.“

Der Vater der 13-jährigen Lilly hat zum Thema Homeschooling keine ganz so negative Meinung. „Teilweise hat es funktioniert. Vor allem am Anfang war es ein bisschen schwierig, bis jeder wusste, wie es funktioniert und es sich ein wenig eingespielt hatte. Und viele Lehrer sind halt doch nicht so richtig mit der Technik vertraut“, sagt Micha aus Weinstadt. Tochter Lilly kommt in die achte Klasse der Gesamtschule und freut sich auf wieder mehr Präsenzunterricht. „Ja, das wäre schön“, sagt sie und spricht von einer „größeren Vorfreude auf den Schulstart als sonst“. Ihr Vater wäre auch froh, wenn sich alles wieder einpendelt: „Das letzte Jahr war teilweise wirklich herausfordernd.“




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