Verein Haus und Grund in Stuttgart Stabile, aber unruhige Zeiten für private Immobilienbesitzer

Von Julia Schenkenhofer 

Bei der Sitzung des Vereins Haus und Grund machten die Vorsitzenden aber deutlich, dass Wohnimmobilien nach wie vor wertstabile Vermögensanlagen sind. Der Verein sorgt sich aber auch um den örtlichen Einzelhandel und richtet einen Appell an die Mitglieder.

Haus-und-Grund-Vereinsvorsitzender Klaus Lang sagt, „die Luft für das Privateigentum wird dünner und kälter“. Foto: Haus und Grund
Haus-und-Grund-Vereinsvorsitzender Klaus Lang sagt, „die Luft für das Privateigentum wird dünner und kälter“. Foto: Haus und Grund

Stuttgart - Wenn der Stuttgarter Haus- und Grundbesitzerverein „Haus und Grund“ zur jährlichen Mitgliederversammlung in die Liederhalle am Berliner Platz einlädt, kommen normalerweise rund 1000 Mitglieder. In diesem Jahr fanden nur rund 20 Teilnehmer am Samstagmorgen den Weg in den Beethovensaal, um dem Geschäftsbericht und der Rede von Oberbürgermeister-Kandidat Frank Nopper (CDU) zu lauschen. Vereinsvorsitzender Klaus Lang selbst habe mit rund 200 Teilnehmern gerechnet, erklärte er später in seinem Grußwort. Abgesehen von der spärlichen Teilnehmerzahl hatte Haus und Grund am Samstag aber einige positive Entwicklungen zu vermelden. „Bis Mitte August ist der Verein um weitere 327 Mitglieder gewachsen“, so Lang. Das seien im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres zehn Prozent mehr. Die steigenden Zahlen begründete Lang unter anderem mit der Unsicherheit während der Corona-Pandemie: „In dieser Zeit brauchen die Menschen kompetente Ansprechpartner und Interessensvertreter.“

Situation des lokalen Einzelhandels bereitet Bauchschmerzen

Neben der positiven Entwicklung der Mitgliederzahlen gab es für die Stuttgarter Haus- und Grundbesitzer am Samstag aber noch weitere gute Nachrichten. So seien die Preise auf dem regionalen Immobilienmarkt unverändert stabil.

Und im wohnwirtschaftlichen Bereich seien „die Mitglieder nahezu von der Krise verschont geblieben“, so Geschäftsführer Ulrich Wecker. Wirklich Bauchschmerzen bereite ihm nur die Situation des innerstädtischen Einzelhandels. Deshalb appellierte er an die anwesenden Mitglieder, verstärkt lokal einzukaufen. Trotz vieler guter Nachrichten gebe es aber auch einige Entwicklungen, die zeigen: „die Luft für das Privateigentum wird dünner und kälter,“ sagte Klaus Lang. Als Beispiele nannte er die Themen Grundsteuer, das geplante Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen, das Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen und den Mietendeckel. Bei all diesen Themen möchte sich Haus und Grund auch weiterhin für die Belange der Grund- und Eigenheimbesitzer engagieren.




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