Verhandlung vor dem Amtsgericht Vaihingen/Enz Rollstuhlfahrer getötet: Geldstrafe für Autofahrer

Das Vaihinger Amtsgericht hat gegen einen Unfallfahrer verhandelt. Foto: dpa
Das Vaihinger Amtsgericht hat gegen einen Unfallfahrer verhandelt. Foto: dpa

Ein 44 Jahre alter Mann übersieht einen Rollstuhlfahrer, der wird erfasst und tödlich verletzt. Der Autofahrer akzeptiert den Strafbefehl des Gerichts – doch es bleibt nicht nur bei einer Geldstrafe.

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Vaihingen an der Enz - Ein 44 Jahre alter Mann muss ein Geldstrafe von 3600 Euro zahlen und seinen Führerschein für drei Monate abgeben, weil er einen Unfall verursacht hat, bei dem ein Rollstuhlfahrer ums Leben gekommen war. Einen entsprechenden Strafbefehl der Staatsanwaltschaft hat der Mann bei einem Verhandlungstermin vor dem Vaihinger Amtsgericht am Dienstag akzeptiert.

Zunächst wollte der Mann die Strafe nicht akzeptieren

Ende Mai 2016 hatte der Mann im Vaihinger Stadtgebiet den Fahrer eines elektrisch betriebenen Rollstuhls übersehen, als er von der Kehlstraße auf die Stuttgarter Straße abbiegen wollte. Der Gehbehinderte war im Begriff, die Straße an einem Zebrastreifen zu überqueren. Das Auto erfasste den Mann, der aus dem Rollstuhl geschleudert wurde und sich schwer verletzte. Wenig später starb der damals 79-Jährige in einem Krankenhaus.

Zunächst hatte der 44-Jährige dem Strafbefehl widersprochen, weshalb es zu der Gerichtsverhandlung kam. Am Dienstag nahm der Mann seine Strafe wegen fahrlässiger Tötung aber an. Laut des Richters hätten sich keine Hinweise dafür ergeben, dass der Autofahrer vor dem tragischen Unfall zu schnell gefahren sei.




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