Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler bekräftigt den Vorwurf des örtlichen Gewerbe- und Handelsvereins, dass Bad Cannstatt kurz vor einem Verkehrskollaps steht. Die Lokalpolitiker fordern von der Stadt Zahlen und Antworten.

Bad Cannstatt - Die Freien Wähler im Gemeinderat stehen hinter der Kritik des Gewerbe- und Handelsvereins Bad Cannstatt, was die Verkehrslage im Bezirk angeht. Wie berichtet hatte der Gewerbe- und Handelsverein, Verein für Dienstleistung und freie Berufe in Bad Cannstatt e.V. (GHV/VDF), wie er ganz offiziell heißt, in einem offenen Brief an die Kommunalpolitik moniert, dass die vielen Staus in Bad Cannstatt dazu führten, dass die Menschen nicht mehr zum Einkaufen in den Stadtbezirk kämen. Als Grund für den drohenden „Verkehrskollaps“, wie es in dem Schreiben hieß, macht der GHV die neuen Radwege an der Nürnberger und Waiblinger Straße aus. Seit deren Bau gibt es nur noch jeweils eine Fahrspur für Autos.

Ergebnisse der Verkehrserhebung gefordert

Die Gemeinderatsfraktion der Freien Wähler beklagt, dass sie bereits vor mehr als einem Jahr einen Antrag gestellt hatte, in dem sie von der Stadt fordert, sich zur Verkehrslage zu äußern. Damals erklärte die Verwaltung, dass zunächst Verkehrserhebungen durchgeführt werden müssten. Die Ergebnisse dieser sollten nach Abschluss öffentlich präsentiert werden. „Nach unseren Kenntnissen sind die Ergebnisse der Verkehrserhebungen bisher weder im Gemeinderat noch im Bezirksbeirat Bad Cannstatt vorgestellt und erläutert worden“, schreiben die Freien Wähler nun in ihrem Folgeantrag. Sie fordern, dass die Stadtverwaltung dem nachkommen und alsbald „über die Ergebnisse der Erhebungen und die dazugehörige Auswertung“ berichten soll.

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