Verkehrssicherheitsaktion im Kreis Böblingen Polizei stellt bei 149 Radfahrern Verstöße fest

Die Polizei will mit der Aktion „sicher.mobil.leben“ bei Fahrrad- und Autofahrern für gegenseitige Rücksichtnahme werben. Foto: dpa/Tobias Hase
Die Polizei will mit der Aktion „sicher.mobil.leben“ bei Fahrrad- und Autofahrern für gegenseitige Rücksichtnahme werben. Foto: dpa/Tobias Hase

Viele Augen hatten am Mittwoch die Radfahrenden im Kreis Böblingen im Blick. Eine erste Zwischenbilanz der Polizei zeigt, dass sowohl bei Autofahrern als auch bei Zweiradfahrern in Sachen gegenseitige Rücksichtnahme noch Luft nach oben ist.

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Kreis Böblingen - Mit allen zehn Polizeirevieren, der Verkehrspolizeiinspektion und dem Referat Prävention beteiligt sich das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Mittwoch am bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben“. Verstärkte Kontrollen und präventive Maßnahmen sollen einen Beitrag zur nachhaltigen Reduzierung von Verkehrsunfällen mit Radfahrenden leisten. Im Fokus stand dabei laut Polizeibericht nicht nur mögliches Fehlverhalten von Radfahrenden. Stattdessen wollen die Beamten nach eigenen Angaben für gegenseitige Rücksichtnahme werben.

In zwei Zeitfenstern in den Morgen- und Mittagsstunden haben die Polizeibeamten in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg insgesamt 660 Fahrzeuge kontrolliert. Darunter waren 483 Fahrräder, 155 Pedelecs und 17 Pkw.

Viele Radfahrer sind ohne Helm unterwegs

153 Personen, die mit Fahrrädern und Pedelecs unterwegs waren, trugen keinen Helm. Die Polizei macht bei diesen Kontrollen immer wieder darauf aufmerksam, dass zwar keine Helmtragepflicht besteht, Schutzhelme aber im Falle eines Unfalls möglicherweise schwere Verletzungen verhindern können.

Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte 169 Regelverstöße fest, von denen 149 durch Radfahrende begangen wurden. In 97 Fällen war der technische Zustand der Räder mangelhaft, 19 mal benutzten die Radfahrenden verbotene Verkehrsflächen, sieben waren durch Handy- oder Kopfhörerbenutzung abgelenkt und drei weitere missachteten das Rotlicht an Ampeln.

Mehrere Autofahrer halten und parken auf Radwegen

Bei 20 festgestellten Verstößen durch Autofahrende handelte es sich in 13 Fällen um verbotenes Halten und Parken auf Radverkehrsflächen und um sieben weitere sonstige Verkehrsverstöße.

Bei neun verkehrspräventiven Maßnahmen erreichte die Polizei 191 Personen. Die Maßnahmen rund um den Aktionstag wurden bis in die Abendstunden fortgesetzt. Ein Gesamtergebnis will die Polizei am Donnerstag veröffentlichen.




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