Verpackungsservice im Leo-Center Wie verpackt man einen Elch?

Von Doris A. Caumanns 

Dem Verpackungsservice bei Karstadt neugierig über die Schulter geblickt.

Nutzen vor allem Männer den Einpackservice? Es scheint fast so ... Foto: factum/Weise
Nutzen vor allem Männer den Einpackservice? Es scheint fast so ... Foto: factum/Weise

Leonberg - Endspurt in der Geschenke-Rallye - und Hochbetrieb für den Verpackungsservice bei Karstadt im Leo-Center! Noch drei Tage bis Weihnachten, da müssen die fleißigen Helferlein so richtig ran: die edle Krawatte für den Gatten, die Socken für den Bruder, der dicke Schal für Oma und natürlich die trendige Beanie für den Teenager müssen ein weihnachtliches Gewand erhalten.

„Schenke groß oder klein,

aber immer gediegen.“

Damit die Geschenke gediegen aussehen, sind bei Karstadt flinke Hände beim Verpackungsservice schon seit Anfang Dezember unermüdlich im Einsatz: sie wickeln und falten, drehen und wenden, knüpfen und dekorieren im Minutentakt - und schon hat ein zufriedener Kunde sein Weihnachtspäckchen in der Hand.

Die freundliche Dame am Packtisch ist jetzt schon das zweite Jahr dabei: Sie ist der kreative Typ, bastelt und dekoriert gerne und ist mit Begeisterung dabei! Jedes Geschenk wird mit viel Liebe ganz individuell verpackt, wofür verschiedenfarbiges Papier, Schleifen in allen Größen und Formen, Bänder, Tütchen und Schachteln bereit liegen. Für Herren bevorzugt sie Gold oder Weiß mit grauem Band, Damen erhalten ihr Geschenk in Rot mit prächtiger Schleife, und spezielles Kinderpapier gibt es natürlich auch.

Hauptsache gut verpackt

Gleich zu Beginn ihrer Schicht um 10 Uhr stehen schon eilige Kunden an, lassen das Geschenk schon mal stehen, um noch mal schnell etwas anderes zu besorgen, und bekommen dann ihr Geschenk wunschgemäß verpackt.

Bis 18 Uhr, wenn Feierabend ist, wollen mehr als 100 Geschenke fein verpackt werden. Träumt die Verpackerin nachts noch von ihrer Arbeit? „Nein“, sagt sie und lacht. „Mir macht das Spaß – ich verpacke dann auch privat sehr gerne noch Geschenke!“

Bei Hochbetrieb nachmittags arbeiten zwei Verpackungskünstlerinnen und trotzdem bilden sich schon mal lange Schlangen. Da sind die beiden froh, dass sie in ruhigeren Zeiten schon etwas vorbereitet haben und fertige Schleifen parat liegen.

Große Koffer sind eine Herausforderung

Was ist das schwierigste Objekt zum Verpacken? „Große Koffer“, erklärt die Dame, „da muss man das Papier doppelt nehmen.“ Und ein sperriger Elch? „Kein Problem“, sagt sie und lächelt. Sie meistert jede Herausforderung lässig und charmant - und könnte morgen bei Verpackungskünstler Christo anfangen! „Pfannen können wegen dem Griff auch ein wenig sperrig sein“, gibt sie zu.

„Schenke herzlich und frei.

Schenke dabei,

was in dir wohnt

an Meinung, Geschmack und Humor.“

Die Kunden schätzen die Zeitersparnis - und „sie macht es einfach schöner!“ Eine feine Körperlotion bekommt eine duftige Cellophan-Verpackung - „da sieht man ja gleich, was drin ist“, kommentiert die Kundin überrascht.

Selberverpacken geht auch

Neben dem Verpackungsstand gibt es auch Rollen Geschenkpapier für Selberverpacker. Eine Mutter wählt sehr bewusst ihr Papier: „Für meine Dreijährige muss es glitzern, sonst brauche ich erst gar nicht zu kommen!“ Am Verpackungsstand hat es jetzt eine Kundin sehr pressant, weil der Gatte nicht gern wartet (kommt das jemand bekannt vor?). Sie ahnt schon seinen Kommentar: „Hättsch’s halt selber verpackt, des wär schneller ganga!“

„Schenke mit Geist,

ohne List.

Sei eingedenk,

dass dein Geschenk

du selber bist.“