Verschmelzung TSG und TSV präsentieren ihre Vision

Kleine TSV-Halle und Hausmeisterwohnung bleiben stehen, große Halle und Gaststätte müssten dem Neubau weichen. Foto: privat
Kleine TSV-Halle und Hausmeisterwohnung bleiben stehen, große Halle und Gaststätte müssten dem Neubau weichen. Foto: privat

Die beiden Vereine aus Leonberg streben im zweiten Versuch den Zusammenschluss zum 1. Januar 2018 an. Das neue Vereinssportzentrum soll auf dem Gelände an der Bruckenbachstraße entstehen.

Leonberg: Andreas Klingbeil (kli)
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Leonberg - Das Ziel der Vorstände von TSG Leonberg und TSV Eltingen ist klar definiert. Mit dem Zusammenschluss der beiden Vereine soll in Leonberg der größte Sportverein im Altkreis mit einem modernen Vereinssportzentrum entstehen. Es ist der zweite Anlauf der Verantwortlichen hin zu einem neuen Großverein. Der erste Versuch ist am Votum der Mitglieder bei der TSG und der Delegierten beim TSV gescheitert. Vorgeworfen wurde den Verantwortlichen mangelnde Transparenz und fehlende Visionen. Außerdem sei die Stadt nicht entsprechend eingebunden gewesen, professionelle Hilfe von außen habe gefehlt.

Erstes Sondierungsgespräch im November

Für den zweiten Versuch einer Verschmelzung, das Wort Fusion haben die Vorstände aus ihrem Sprachgebrauch gestrichen, wurde nun unter Einbeziehung der Kritikpunkte ein Masterplan ausgearbeitet. Im November waren der TSV-Vorsitzende Michael Hager, Manfred Buck (Referent für das Finanz- und Zuschusswesen), Patrick Philippin (Referent für den Sportbetrieb), Matthias Groß (Referent für Liegenschaften und Technischer Leiter) sowie Vorstandsassistent Matthias Merthen mit den Kollegen von der TSG Leonberg (Vorsitzender Harald Hackert, Stellvertreterin Michaela Feller, Schatzmeister Klaus-Michael Schwörer, Technischer Leiter Hermann Soller, Beisitzer Stefan Keppler, Vorstandsassistentin Katrin Kessoudis) zu einem ersten Sondierungsgespräch zusammengetroffen. In vier weiteren Runden wurde die Vision entwickelt.

Kurz vor Weihnachten stellte ein Vierergremium (Hager, Buck, Groß, Hackert) die Präsentation dem Leonberger Oberbürgermeister Bernhard Schuler und seinen beiden Stellvertretern Ulrich Vonder­heid und Klaus Brenner vor. „Es wurde Interesse bekundet an dem Gebiet Strohgäustraße“, beschreibt Matthias Groß die städtische Reaktion auf das Vorhaben, das Gelände mit der sanierungsbedürftigen Jahnhalle, dem Sportlerheim und dem Kunstrasenplatz zu verkaufen. In der vergangenen Woche kam es zu einer zweiten Zusammenkunft. „Die Stadt hält sich bedeckt, was Zahlen angeht“, sagte Michaela Feller. Klar ist für die stellvertretende TSG-Vorsitzende: „Die Stadt braucht Flächen.“ Die mittelfristige Einwohnerprognose für Leonberg belaufe sich auf 50 000. Den Vereinsverantwortlichen geht es darum, den größtmöglichen Ertrag aus der Fläche zu erzielen, um so den Kredit für das Bauvorhaben Sportvereinszentrum an der Bruckenbachstraße möglichst klein zu halten.

OB Bernhard Schuler sagt Unterstützung zu

Bernhard Schuler sagte gestern in einer Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung seine Unterstützung des Vorhabens im Gemeinderat zu: „Die Stadt steht den Vorstellungen der Vereine TSG und TSV aufgeschlossen gegenüber. Beiden Vereinsvorsitzenden ist zu wünschen, dass sie ihr Anliegen, die Vereinsfusion mit den vorgelegten Zielen und Plänen realisieren können. Ob das Gelände an der Strohgäustraße von der Stadt oder einem Dritten gekauft wird, ist nicht entscheidend. Wichtig ist vielmehr, dass alle von dem Verkauf profitieren und gute Impulse für die Zukunft davon ausgehen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats würde die Stadt helfen, eine Bebauungsplanänderung vorzubereiten und das Gelände zu überplanen.“




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