Vertrag von Stuttgarter Club verlängert Das Kowalski darf mindestens noch ein Jahr weitermachen

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Gute Nachrichten für Nachtschwärmer: Der Club Kowalski an der Kriegsbergstraße bleibt mindestens noch ein weiteres Jahr geöffnet. Bereits im Vorjahr hieß es schon, dass das Gebäude eigentlich abgerissen werden soll.

Die Gnadenfrist für das Kowalski wurde erneut verlängert. Foto: Club Kowalski Stuttgart/Kowalski
Die Gnadenfrist für das Kowalski wurde erneut verlängert. Foto: Club Kowalski Stuttgart/Kowalski

Stuttgart - Jedes Jahr dieselbe Zitterpartie für das Kowalski: Nachdem der Club an der Kriegsbergstraße bereits im Vorjahr kaum mehr an eine Verlängerung des Mietverhältnisses geglaubt hatte, wird ihm jetzt mindestens bis Ende 2020 gewährt, Nachtschwärmer mit elektronischer Musik zu versorgen. „Die Zeit der Ungewissheit und der brodelnden Gerüchteküche ist vorbei. Einige Leute haben uns schon auf der Straße sitzen sehen“, lassen sich die Clubbetreiber Sasa Mijailovic und Mladen Behtan in einer Pressemitteilung zitieren. Eine weitere Verlängerungen schließen sie dabei nicht aus.

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Dass totgesagte Clubs in Stuttgart auch mal länger leben, hat in den vergangenen Jahren zum Beispiel der Keller Klub am Rotebühlplatz gezeigt. Über Jahre hieß es, dass der Club in dem Maroden Gebäude jeden Moment schließen könnte, weil Bagger anrollen. Tatsächlich Schluss war dann erst Anfang des Jahres.

Investorengruppe hat es wohl nicht eilig

Ein drohender Gebäudeabriss ist auch der Grund, warum es das Kowalski wohl an diesem Standort nicht ewig geben wird. 2018 wurde die Alte Bahndirektion, die das Kowalski beheimatet, an eine Investorengruppe verkauft. Der Bebauungsplan der Stadt sieht dort ein „nachhaltig urbanes Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten“ vor. Das liegt aber nicht daran, dass es die Investorengruppe mit dem Projekt nicht so eilig hätte; vielmehr kommen die konkreten Pläne für die Bebauung nicht vom Fleck.

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