VfB-Einzelkritik gegen Düsseldorf Die Stuttgarter verteilen Geschenke

In Düsseldorf muss der VfB die nächste Enttäuschung hinnehmen. Foto: dpa 20 Bilder
In Düsseldorf muss der VfB die nächste Enttäuschung hinnehmen. Foto: dpa

Stuttgart – Der VfB war beim 0:2 ist Düsseldorf die optisch überlegene Mannschaft. Nützt alles nichts, wenn vor dem Tor die Ideen fehlen und in der Abwehr viele Fehler gemacht werden. Die Einzelkritik. -

Sven Ulreich Note 5

Es läuft derzeit nicht gut – auch nicht für den VfB. Einen einzigen ernsthaften Ball durfte er halten, einen Distanzschuss von Ken Ilsö. Ansonsten musste er hinter sich greifen – und machte beim entscheidenden 1:3 von Oliver Fink eine unglückliche Figur. Ulreich weiß selbst, dass er diesen Schuss halten muss.

Gotoku Sakai: Note 5

Nach seiner Rotsperre durfte der Japaner erstmal auflaufen. Die fehlende Spielpraxis war ihm deutlich anzumerken. Sakai machte viele Fehler, darunter den Fehlpass, der das 0:1 einleitete.

Serdar Tasci: Note 5

Auch der Kapitän zeigte sich ungewohnt fehlerhaft. Sein verunglückter Fehlpass eröffnete Fin die Möglichkeit zum 1:3. Auch ansonsten leistete sich Tasci einige Patzer.

Felipe: Note 4-5

Bei seinem Debüt überzeugte der Brasilianer zwar mit ordentlicher Technik und gutem Zweikampf. Allerdings erlaubte er sich auch den einen oder anderen Fehlpass und offenbarte Mängel beim Tempo. Muss noch körperliche Defizite aufarbeiten.

Cristian Molinaro: Note 4-5

Wie gegen die Bayern spielte der Italiener viele Rückpässe, die diesmal kein Gegentor zur Folge hatten. Im Spiel nach vorne unterliefen ihm einige Unkonzentriertheiten.

William Kvist: Note 5-6

Ganz schwacher Auftritt des lange verletzten Dänen. Vor dem 0:1 vergaß er rauszurücken und hob das Abseits auf; das 0:2 leitete er mit einem Fehlpass im Aufbauspiel ein. Kvist ist noch meilenweit von alter Souveränität entfernt.

Christian Gentner: Note 3-4

Mühte sich, schaffte es aber nur selten, dem Spiel entscheidende Impulse zu geben. Technisch hochwertig dafür sein Volleyschuss zum vorübergehenden 1:2.

Tunay Torun: Note 5

Versuchte in der ersten Halbzeit zumindest, etwas Betrieb zu machen. Blieb dabei aber meist erfolglos – und wurde anschließend noch schwächer. Symptomatisch, wie er kurz nach der Pause über den Ball und seine Beine stolperte.

Tamás Hajnal: Note 5-6

Der verhinderte Spielmacher schaffte es bis zu seiner Auswechslung nicht einmal ansatzweise, die Begegnung in den Griff zu bekommen und für überraschende Aktionen in der Offensive zu sorgen.

Raphael Holzhauser: Note 4-5

Wurde von Bruno Labbadia auf der ungewohnten Position im linken Mittelfeld aufgeboten und wusste dort nicht so recht, was er tun sollte. Der Österreicher ließ sich immer wieder nach hinten fallen, um an den Ball zu kommen, und fehlte dadurch vorne.

Vedad Ibisevic: Note 5

Weil aus dem Mittelfeld keine Unterstützung und keine Pässe kamen, blieb der Angreifer gegen das Düsseldorfer Abwehrbollwerk wirkungslos.

Ibrahima Traoré: Note 2

Nach seiner Einwechslung wurde das Angriffsspiel des VfB über die linke Seite sofort gefährlicher und überraschender. Mit einer präzisen Flanke bereitete Traoré den Anschlusstreffer vor. Nicht nur in dieser Szene fragte man sich: warum durfte er eigentlich nicht von Beginn an spielen?

Federico Macheda: Note 4

War bei seinem Debüt eifrig bemüht, das Angriffsspiel zu beleben. Den Zug zum Tor allerdings ließ er vermissen.

Shinji Okazaki: Note 3

Klar besser als Torun, den der Japaner ersetzte.