VfB-Einzelkritik gegen Rom Zu wenig Initiative

Fassungslos: Shinji Okazaki während des 0:2 gegen Lazio Rom Foto: Baumann 34 Bilder
Fassungslos: Shinji Okazaki während des 0:2 gegen Lazio Rom Foto: Baumann

Stuttgart - Es war der erste Europapokalabend in Stuttgart, der den Namen verdient hatte: ein namhafter Gegner, ein gut besuchtes Stadion. Doch trotz dieser motivierenden Ausgangslage gelang es den VfB-Profis nicht, auch eine besondere Leistung gegen Lazio Rom zu zeigen. Die Einzelkritik.

Sven Ulreich: Note 3

Für den VfB-Torhüter war es ein undankbares Spiel. Denn die ersten beiden Ernst zu nehmenden Abschlüsse der Römer waren gleich drin. In der Schlussphase verhinderte Sven Ulreich noch eine höhere Niederlage.

Gotoku Sakai: Note 3,5

Der Japaner war stets bemüht, sich auch nach vorne einzuschalten. Doch gegen die gut gestaffelte Lazio-Defensive gab es auch auf den Außenbahnen nur wenige Räume. In der Abwehr spielte Gotoku Sakai solide.

Serdar Tasci: Note 4

Der VfB-Kapitän verbuchte viele Ballkontakte, was auch daran lag, dass die Stuttgarter viel nach hinten spielen mussten. Eine schnelle Spieleröffnung ging von Serdar Tasci jedoch nicht aus. Nach hinten sah er gegen Antonio Candreva einmal schlecht aus.

Antonio Rüdiger: Note 4,5

Das Talent vertrat Georg Niedermeier in der Innenverteidigung und machte vor allem beim 2:0 durch Ogenyi Onazi keine gute Figur. Ansonsten eine ordentliche Leistung.

Arthur Boka: Note 4

Der Ivorer beeindruckt immer wieder durch Einzelaktionen. Insgesamt geht von dem Linksverteidiger Arthur Boka aber zu wenig Initiative aus. Seine Flanken kamen nicht gut.

William Kvist: Note 5,5

Der dänische Mittelfeldspieler spielte schwach. „Das war nicht mein bester Tag“, gestand William Kvist selbst ein. Er verschleppte das Tempo und sah auch beim 0:1 schlecht aus.

Auch Ibrahima Traore bleibt wirkungslos

Christian Gentner: Note 3,5

Bemüht das Stuttgarter Spiel zu strukturieren und aus der Tiefe heraus immer wieder selbst nach vorne zu stoßen. Doch Christian Gentner spielte nicht so stark wie zuletzt.

Shinji Okazaki: Note 3

Der Harnik-Vertreter war der torgefährlichste VfB-Spieler. Da aber aus den drei guten Aktionen kein Treffer resultierte, blieb bei Shinji Okazaki außer Eifer aber nicht viel.

Alexandru Maxim: Note 3,5

Der Winterzugang deutete an, dass er ein guter Fußballer ist. Doch bei seinem Startelfdebüt für die Stuttgarter wurde Alexandru Maxim das Nasenbein gebrochen, weshalb er noch vor der Pause ausgewechselt werden musste.

Ibrahima Traore: Note 4

Der kleine Mann auf Linksaußen lief viel, bewirkte aber wenig. Von Ibrahima Traore gingen nicht wie in den vergangenen Wochen gute und erfolgreiche Angriffe aus.

Federico Macheda: Note 4,5

Gegen seinen Lieblingsclub hatte der Stürmer einen schweren Stand. Federico Macheda versuchte aber immer wieder, sich in das VfB-Spiel einzubringen. Am Ende fehlte es an Kraft.

Tamas Hajnal: Note 4,5

Der Routinier kam für Alexandru Maxim (41.). Doch Tamas Hajnal setzte keine Akzente, auch nicht bei Freistößen.

Martin Harnik: Note 4

Nach zuletzt schwachen Leistungen kam der Österreicher von der Bank. Doch kaum war Martin Harnik auf dem Platz, stand es 0:2 – und der Stuttgarter Plan, eine zweiten Stürmer zu bringen ging nicht auf.