VfB-Sportdirektor Sven Mislintat Darum wäre Thomas Hitzlsperger ein guter DFB-Präsident

Ist bei seinen Aussagen treffsicherer als an der Torwand: VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. Foto: dpa/Tom Weller
Ist bei seinen Aussagen treffsicherer als an der Torwand: VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. Foto: dpa/Tom Weller

Bei seinem Besuch im ZDF-Sportstudio spricht Mislintat auch über seine sportlichen Visionen und die Baustellen des Fußball-Bundesligisten.

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Mainz/Stuttgart - Die Bilanz an der Torwand ist ausbaubar: Sven Mislintat versenkte bei seinem Besuch im ZDF-Sportstudio nur einen Ball – im sechsten Versuch, links oben. Dafür war der Sportdirektor des VfB Stuttgart bei seinen Aussagen gewohnt treffsicher. Unter anderem, als es um den spätestens im Oktober 2022 scheidenden Vorstandsvorsitzenden und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger ging, dem Sven Mislintat auch den vakanten Posten als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zutrauen würde.

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„Thomas Hitzlsperger macht bei uns einen top Job. Es ist ihm ganz wichtig, den Club weiterzubringen, so lange er da ist. Das merkt man jeden Tag“, meinte Mislintat, „ich glaube schon, dass er ein guter DFB-Präsident wäre, ohne ihn dorthin schieben zu wollen. Er ist wunderbar darin, Menschen in ihren Qualitäten und Expertisen wirken zu lassen, nicht nur im Sport, sondern auch in anderen Bereichen. Das ist eine ganz, ganz große Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender.“ Und natürlich eine Fähigkeit, die auch an der Spitze eines Verbandes nicht ganz unwichtig ist.

Die Vision Europa

Mit dem VfB hat Mislintat, das ist bekannt, große Ziele. Dabei denkt er auch an Europa. „Man darf natürlich jede Vision haben. Angesichts der Historie des VfB ist es sicherlich eine Vision, irgendwann mal wieder international zu spielen“, sagte Mislintat. „Doch jetzt kommt das ganz große Aber: Diese Vision hat keinen zeitlichen Rahmen. Wir müssen ganz viele Jobs erledigen, um diese Vision zu verwirklichen.“

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Dabei denkt der VfB-Sportdirektor nicht nur an die Mannschaft, sondern auch an die Rahmenbedingungen. „Wir brauchen ein wirtschaftliches Umfeld, das sich wieder aktivieren lässt, das uns wieder vertraut. Das haben wir verloren in der Phase, in der wir es nicht gut gemacht haben und zweimal abgestiegen sind“, erklärte Mislintat, „und auch die Infrastrukturen sind ein wichtiger Faktor. Da haben uns viele Clubs überholt, die früher nicht die Wahrnehmung des VfB hatten. Da haben wir ganz viele Baustellen.“




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