VfB Stuttgart gegen FC Bayern München Matarazzo-Team unterliegt im Südgipfel mit 1:3

Der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0 für die Stuttgarter, Tanguy Coulibaly (links) mit Gonzalo Castro. Foto: dpa/Tom Weller 11 Bilder
Der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0 für die Stuttgarter, Tanguy Coulibaly (links) mit Gonzalo Castro. Foto: dpa/Tom Weller

Der VfB Stuttgart hat den Südgipfel gegen den FC Bayern München mit 1:3 verloren. Tanguy Coulibaly sorgte für die zwischenzeitliche Führung der Schwaben, doch der Rekordmeister konnte das Spiel drehen.

Stuttgart - Bayern München hat vor dem Spitzenspiel am kommenden Samstag gegen RB Leipzig wieder in die Spur gefunden - zumindest ergebnismäßig. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gewann beim frechen Aufsteiger VfB Stuttgart 3:1 (2:1), offenbarte beim mühevollen und glanzlosen Sieg defensiv aber erneut einige Mängel.

Tanguy Coulibaly brachte das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo, der am Samstag seinen 43. Geburtstag feierte, in der 20. Minute überraschend in Führung. Kingsley Coman (20.), Torjäger Robert Lewandowski (45.+1) und Douglas Costa (88.) drehten das Spiel für die Münchner, die zuletzt gegen Werder Bremen nicht über ein 1:1 hinausgekommen waren, noch vor der Pause.

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Der VfB blieb auch im fünften Heimspiel dieser Saison sieglos. Die Münchner verteidigten dagegen beim bereits 65. (!) Liga-Erfolg gegen die Schwaben (nur gegen den HSV gab es genauso viele Siege) ihre Tabellenführung.

Bayern-Coach Hansi Flick bot seine derzeit vermeintlich stärkste Elf auf. Auch die zuletzt angeschlagenen Weltmeister Corentin Tolisso und Lucas Hernandez waren wieder dabei. Flick nahm keine Rücksicht auf das Champions-League-Auswärtsspiel am Dienstag bei Atletico Madrid, zumal den Münchnern der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen ist.

Die Bayern starteten vielversprechend. Ein Kopfball von Lewandowski nach Flanke von Kingsley Coman landete in der dritten Minute am Pfosten. Die Gäste hatten in der Folge wenig überraschend mehr Ballbesitz, der VfB versteckte sich aber keineswegs.

Nach der Pause änderte sich am Spiel zunächst wenig

Immer wieder versuchten die Schwaben, die auf Nicolas Gonzalez (Innenbandanriss im Knie) und kurzfristig auf Daniel Didavi (muskuläre Probleme) verzichten mussten, mit schnellen Kontern - wie auch bei der Führung. Silas Wamangituka überlief Hernandez und passte scharf nach innen. Manuel Neuer kam zu spät, Coulibaly musste nur noch einschieben.

Für die Bayern war es bereits das 13. Gegentor am neunten Spieltag. Zuletzt war die Defensive des Rekordmeisters zu diesem Zeitpunkt unter Jürgen Klinsmann 2008 so anfällig gewesen (15 Gegentore).

Die Bayern erhöhten nach dem Rückstand den Druck, hatten aber ganz viel Glück, dass Philipp Förster zwei Großchancen leichtfertig ausließ (35., 36.). Dies sollte sich wie so oft rächen. Im Gegenzug schlug Coman nach Pass von Thomas Müller eiskalt zu.

Das vermeintliche 2:1 für den VfB wenige Sekunden später wurde wegen eines Fouls an Neuer nach Videobeweis zurückgenommen. Noch vor der Pause parierte Stuttgarts Keeper Georg Kobel glänzend gegen Serge Gnabry, gegen Lewandowskis humorlosen Schuss aus 16 Metern war er jedoch machtlos.

Nach der Pause änderte sich am Spiel zunächst wenig. Die Bayern, bei denen der junge Tanguy Nianzou sein Ligadebüt feierte, taten sich schwer. Für den VfB verpasste Orel Mangala (73.) gegen nach wie vor wackelige Bayern den Ausgleich. Auch in anderen Szenen hatten die Münchner Glück.




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