VfB Stuttgart im Trainingslager Roberto Massimo soll die Position wechseln

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Das Talent ist ein gelernter Angreifer, doch beim VfB Stuttgart soll es zum Außenverteidiger werden. Von der Schnelligkeit des 19-Jährigen erhofft sich der Zweitligist viel.

Roberto Massimo im Trainingslager in Marbella. Foto: Pressefoto Baumann 12 Bilder
Roberto Massimo im Trainingslager in Marbella. Foto: Pressefoto Baumann

Marbella - Beim VfB Stuttgart haben sie ein leuchtendes Beispiel vor Augen: Lukacz Pisz­czek. Der mittlerweile 34-jährige Fußballprofi begann seine Karriere als Stürmer, dann wurde er zum Außenverteidiger umgeschult – mit Erfolg. Und wie beim Spieler von Borussia Dortmund soll es auch für Roberto Massimo laufen: vom Angreifer zum Abwehrspieler.

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Auf der rechten Seite wird Massimo konsequent während des Trainingslagers des Zweitligisten in Marbella eingesetzt. Auch beim 3:1 am Samstag im Testspiel gegen den ungarischen Pokalsieger MOL Fehérvár verteidigte der 19-Jährige ab der 62. Minute wieder auf der Außenbahn. Er soll seine Schnelligkeit und seinen Offensivdrang einbringen.

Seit Saisonbeginn regelmäßig nach hinten versetzt

„Roberto Massimo kann auf dem Flügel sowohl offensiv als auch defensiv spielen“, sagt Sven Mislintat. Der Sport­direktor sieht die Nachwuchskraft aufgrund ihrer Einstellung und Fähigkeiten bereits so weit, „dass er jetzt schon in der zweiten Liga spielen könnte“.

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Bereits seit Saisonbeginn wird das Talent aus Bielefeld regelmäßig nach hinten versetzt. Zwar brachte ihn der Ex-Trainer Tim Walter in seinen drei Teil­einsätzen für die zweite Liga auf seiner ursprünglichen Position vorne, aber in der Oberliga nahm Massimo den Posten dahinter ein. Zur Ausbildung. Und so soll es jetzt unter dem neuen Chefcoach Pellegrino Matarazzo weitergehen, da die Stuttgarter nicht über zu viele gelernte Außenverteidiger im Kader verfügen.

Noch ein weiter Weg für Massimo

Pascal Stenzel ist die Stammkraft rechts. In seinem Schatten soll sich Massimo entwickeln, damit bald ein Spieler mit mehr Dynamik die Linie entlangsprintet. Wie Piszczek eben, den der damalige Hertha-Trainer Lucien Favre 2010 erstmals als Rechtsverteidiger aufbot. Nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund avancierte Piszczek unter dem Trainer Jürgen Klopp zu einem der besten Offensivverteidiger der Bundesliga.

Für Massimo ist das noch ein weiter Weg. Über gutes Mannschafts- und Individualtraining soll er vorwärtskommen. Dazu sollen sich immer mehr Einsätze in der zweiten Liga gesellen. Dafür wird er von Matarazzo, aber auch von dessen Assistenten Rainer Widmayer und Michael Wimmer in den Übungseinheiten ständig in seinem Stellungsspiel gecoacht.

Wann muss er in der Viererkette einrücken? Wann gilt es, den gegnerischen Stürmer zu attackieren? Wie ist das Timing für die eigenen Flügelläufe? Das sind die Details, die Massimo weiter verbessern muss. An der Veranlagung dazu fehlt es dem in Ghana geborenen Talent nicht. Und die Bereitschaft, die neue Rolle anzunehmen, ist auch vorhanden.