VfB Stuttgart Warum Holger Badstuber in München weilt

Von hh 

Aufgrund einer Wadenverletzung hat Holger Badstuber beim Sieg gegen den 1. FC Nürnberg nicht gespielt. Auch in Leverkusen wird sich daran nichts ändern. Unterdessen weilt der Verteidiger des VfB Stuttgart in München.

Holger Badstuber vom VfB Stuttgart steht vorerst nicht auf dem Fußballplatz. Foto: Pressefoto Baumann
Holger Badstuber vom VfB Stuttgart steht vorerst nicht auf dem Fußballplatz. Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Im Sommer hat er vom Stuttgarter Sportvorstand Michael Reschke einen Dreijahresvertrag zu verbesserten Konditionen erhalten: Doch seither läuft es alles andere als rund in der Beziehung des Holger Badstuber zum VfB Stuttgart.

Zunächst startete der 29-Jährige mit zwei schweren Patzern im Pokal in Rostock sowie in der Liga in Mainz in die Saison. Danach stabilisierte sich der Verteidiger zwar etwas in seinen Leistungen, war aber noch immer weit entfernt davon, die ihm angedachte Rolle als Stabilisator und Chef der Defensive auszufüllen.

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Am vergangenen Samstag beim 2:0-Sieg in Nürnberg nun, da musste Holger Badstuber aufgrund von einer Wadenverletzung passen. Vermutlich hätte der Ex-Nationalspieler allerdings ohnehin nicht gespielt. Schließlich gibt es inzwischen eine weitere Alternative zu ihm.

So meldete sich der Freiburg-Neuzugang Marc Oliver Kempf nach sechs Monaten Wettkampfpause wieder fit – und machte seine Sache auf der ungewohnten Position des linken Verteidigers nach anfänglichen Problemen zu Spielbeginn insgesamt gut. Eigentlich ist Kempf wie Holger Badstuber ein Innenverteidiger. Weil der linke Verteidiger Emiliano Insua aber seine Rotsperre abgesesen hat, könnte der 23-Jährige ins Abwehrzentrum rücken.

Badstuber könnte auch in Leverkusen fehlen

Nun ist erst einmal Länderspielpause, die nächste Partie des VfB in der Bundesliga ist daher der Auftritt am Freitag, 23. November in Leverkusen. Bis dahin ist noch ein wenig Zeit. Allerdings wird Badstuber auch unter dem Bayer-Kreuz nicht im Stuttgarter Kader stehen.

Denn klar ist bereits, dass der Blondschopf nicht vor dem 26. November in den Trainingsbetrieb einsteigen wird – drei Tage nach dem Flutlichtspiel am zwölften Spieltag bei Bayer Leverkusen. Holger Badstuber ist derweil nach München gereist, wo er sich aufhalten wird, um seine Wadenprobleme „in vertrautem Umfeld behandeln zu lassen“, wie es vom Verein heißt.

„Um eine bestmögliche individuelle Therapie und einen optimalen Heilungsverlauf zu ermöglichen, wird sich Holger Badstuber auf eigenen Wunsch und in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen des VfB in den kommenden Tagen in München einer entsprechenden Behandlung unterziehen“, teilte das Tabellen-Schlusslicht der Fußball-Bundesliga am Dienstag mit.

Dabei sucht Badstuber, dessen Krankenakte dick wie eine Häuserwand ist, in München nicht nur die Praxis des Mediziners Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt auf, sondern wird sich auch von ihm engstens vertrauten Physiotherapeuten behandeln lassen.