Vibratoren und Co. im Selbstversuch Diese Sexspielzeuge überzeugen im Praxistest

Von Simon Wörz 

Ein Verbraucherportal testet verschiedene Sexspielzeuge für Mann und Frau. Das Testverfahren findet allerdings nicht im Labor statt, sondern beruht auf individuellen Erfahrungen.

Sexspielzeuge erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Foto: picture alliance / dpa/Wolfgang Kumm
Sexspielzeuge erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Foto: picture alliance / dpa/Wolfgang Kumm

Stuttgart - Mit „Good Vibrations“ und einer grinsenden Sonne teasert das Verbraucherportal Chip 365 die Ergebnisse eines groß angelegten Produkttests an. Der gesittete User denkt hier vielleicht an Sonnenbrillen – oder der gleichnamigen Song der Beach Boys schwirrt durch den Kopf. Beides ist jedoch weit gefehlt.

Das Testfeld: Sexspielzeug. Einen ganzen Monat Zeit nahm sich die Redaktion für den ausführlichen Qualitätscheck von Vibratoren und Sextoys für Männer und Frauen. Die neu erworbenen Kompetenzen teilte Chip 365 nun mit der wissbegierigem Leserschaft. Lesernähe mal anders gedacht. Insgesamt 18 verschiedene Modelle wurden in den Kategorien Auflege- und Paarvibratoren, klassische Vibratoren, Masturbatoren und Penisringe evaluiert.

Zu den Bewertungskriterien gehörten das optische Erscheinungsbild, Ausstattung, Bedienung, Reinigung und selbstredend der Praxistest. Der Fokus war dabei bewusst auf den individuellen Spaßfaktor gesetzt, nicht technischen Daten oder Materialien.

Die Empfehlungen in den fünf Kategorien

Unter den getesteten Modellen waren dabei auch Toys einiger bekannter Marken, so wie der „Womanizer Premium“, Gewinner der Kategorie Auflegevibrator. 24 von 25 Punkten lautete Ergebnis. Bis auf die Bedienung erhielt der Vibrator in allen Rubriken die volle Punktzahl. Der „Womanizer“ ist mit 190 Euro allerdings auch das teuerste Sexspielzeug unter den fünf Siegern.

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Nur einen Punkt weniger gaben die Testpersonen dem besten klassischen Vibrator: Der „Fun Factory Volta“. Bemängelt wurde hier nur der unkonventionelle Griff sowie die fehlende Akku-Anzeige. Über die Handhabung heißt es: „Dies ist intuitiv und einfach und ließ die Testerin während des Praxistests entspannt zurücklehnen.“ Ebenfalls 23 Punkte bekam der am besten bewertete Paarvibrator „We Vibe Sync“. Kleiner Kritikpunkt war allerdings die oftmals benötigte Eingewöhnungsphase hinsichtlich der praktischen Nutzung.

Bei den Sexspielzeugen für Männer kürte die Chip-Redaktion den „Fun Factory Manta“ zum besten Masturbator. Seine Vorteile laut: Einfach zu reinigen, einfache Bedienung trotz „Unlock“-Funktion und ein intensiver Orgasmus. Bei den Penisringen sprach Chip eine Empfehlung für den „We Vibe Verge“ aus . Zehn Vibrationsstufen sowie die gute Verarbeitung und das magnetische Ladekabel überzeugten. Einziges Manko: Die etwas schwache Akkuleistung.

Erfahrungsberichte statt Laboruntersuchungen

Mithilfe einer Umfrage fragte Chip im Vorfeld des Tests nach dem Interesse der Leser und Leserinnen an dem Sexspielzeugtest. Und siehe da, 70 Prozent sprachen sich dafür aus, diese kräftezehrende Sisyphusarbeit den Chip-Redakteuren zu überlassen. Denn: Chip stellte einfach eine Kiste mit diversem Sexspielzeug in seine Büroräume, überließ den Mitarbeitenden ihre freiwillige Teilnahme mittels anonymer Fragebögen nach der Benutzung. Diesen „unorthodoxen Weg“ habe das Portal bewusst gewählt und auf Labortests verzichtet. Das Ergebnis sei dementsprechend subjektiv und soll „den idealen Querschnitt an Käufern von Sexspielzeug“ widerspiegeln. Wie viele Tester und Testerinnen es zahlenmäßig gab, lässt Chip allerdings offen.