Vodafone in Waldenbuch Wie erfahren Handynutzer von einer Störung?

Von Claudia Barner 

Vodafone-Kunden hatten oder haben dieser Tage in Waldenbuch Probleme mit ihrem Anbieter. Für die Handynutzer kam dies offenbar mehr als überraschend. Informieren Vodafone & Co. überhaupt, wenn es eine Störung gibt?

Bei einer Störung im Mobilfunk-Netz ist nicht nur das Telefon abgehängt. Foto: Claudia Barner
Bei einer Störung im Mobilfunk-Netz ist nicht nur das Telefon abgehängt. Foto: Claudia Barner

Waldenbuch - Unter den Vodafone-Kunden in Waldenbuch herrscht Verwirrung. Am Montagmorgen hieß es für viele: kein Anschluss unter dieser Nummer. Auf dem Display stand: kein Empfang. So ging es auch Peter Grupp. Der 74-jährige und seine Frau haben drei Stunden in die Fehlersuche investiert. Dann landeten sie bei einem Servicemitarbeiter von Vodafone, der erklärte, dass es sich um eine Störung handelt, die bis zu vier Tage dauern könne. „Wir hätten uns viel Zeit und Ärger erspart, wenn wir vorab gewarnt worden wären“, sagt Grupp. Zudem habe ihm bisher keiner sagen können, was der Grund ist. Wir versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Wie ist die Situation für Vodafone-Mobilfunk-Nutzer in Waldenbuch?

Nach der ersten Aufregung kam am Dienstag die Entwarnung: Alles halb so schlimm, ist von der Vodafone-Pressestelle zu erfahren. Es handele sich um temporäre Wartungsarbeiten, die nur den Dienstag beträfen. Etwa 1400 Kunden könnten möglicherweise Einschränkungen erfahren. Für die Störungen am Montag habe man keine Erklärung finden können. Diese liefert indessen ein Vor-Ort-Besuch am Waldenbucher Mobilfunk-Sendemast Auf der Blater. Dort bestätigt sich die Auskunft, die Peter Grupp erhalten hatte. „Wir machen hier ein Upgrade zur Erweiterung des LTE-Standards. Die Arbeiten werden voraussichtlich am Freitag abgeschlossen sein“, sagt der zuständige Techniker. Im Rahmen der Arbeiten könne es immer wieder zu Störungen kommen. Man sei aber darum bemüht, die Einschränkungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Was bedeutet das für die Kunden?

Bei einer Störung im Mobilfunk-Netz ist nicht nur das Telefon abgehängt. Auch die Nutzung von mobilen Diensten ist dann nicht mehr möglich. Peter Grupp war am Montag froh, dass er noch einen Festnetzanschluss hat. Dort funktionierte die Verbindung reibungslos. Doch Grupp kennt die Fallstricke: „Wer vom Festnetz aus andere Handynummern anruft, telefoniert nicht mehr umsonst.“ Berufliche Einschränkungen musste der Rentner durch den Verbindungsausfall nicht befürchten. Serviceleistungen wie seine Wetter-App, die Navi-Funktion oder den Tankstellen-Preisvergleich hatten jedoch Pause. Beruhigt hat ihn die Auskunft: „Der Notruf geht immer. Wenn mir unterwegs etwas passiert, kann ich mit dem Handy trotzdem Hilfe holen.“

Wie werden die Kunden im Vorfeld einer Störung informiert?

In der Regel gibt es keine Info vom Mobilfunkanbieter. „Das hat auch datenschutzrechtliche Gründe“, erklärt die Pressesprecherin. Nicht jeder sei damit einverstanden, von seinem Anbieter kontaktiert zu werden. Große Ausfälle würden auf der bundesweiten Störungshotline kommuniziert. In kleineren Einheiten bemühe man sich darum, die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Auch eine Vorabmeldung ans städtische Bauamt ist nicht vorgesehen. „Früher gab es direkte Ansprechpartner bei den Mobilfunk-Unternehmen, die uns informiert haben. Wir konnten die Bevölkerung dann über die Stadtnachrichten auf mögliche Störungen vorbereiten“, sagt der Waldenbucher Bauamtsleiter Joachim Russ. Inzwischen bekomme aber auch die Gemeinde nicht mehr mit, wenn an den Sendemasten gearbeitet werde. Eine Meldung geht nur dann an die Stadt, wenn durch Tiefbauarbeiten mit langfristigen Einschränkungen zu rechnen ist.




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