Volleyball – Qualifikation zur Champions League Planänderung für die Stuttgarter Volleyballerinnen

Von Jochen Klingovsky 

Allianz MTV Stuttgart muss auf dem Weg in die Gruppenphase der Champions League das Team aus Minsk ausschalten. Das Duell findet in Polen statt – aus politischen und gesundheitlichen Gründen.

Krystal Rivers in der Königsklasse (hier gegen Igor Gorgonzola Novara): Auf Allianz MTV Stuttgart wartet eine schwierige Aufgabe. Foto: Baumann
Krystal Rivers in der Königsklasse (hier gegen Igor Gorgonzola Novara): Auf Allianz MTV Stuttgart wartet eine schwierige Aufgabe. Foto: Baumann

Stuttgart - Der Ärger, dass Dauerkonkurrent SSC Schwerin das direkte Ticket für die Gruppenphase der Champions League erhalten hat, ist bei Allianz MTV Stuttgart nicht verraucht. Aber vorübergehend vergessen. „Wir haben gerade keine Zeit, uns weiter aufzuregen“, sagt Aurel Irion, der Geschäftsführer, „dafür gibt es vor Beginn der Saison viel zu viel zu tun.“ Aktuell organisiert der Volleyball-Bundesligist nicht nur das Testturnier an diesem Samstag in der Scharrena gegen Straubing und Münster (einige Restkarten gibt es noch, allerdings nur im Vorverkauf). Sondern auch um die Qualifikation zur Champions League.

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In Runde eins trifft der Deutsche Meister von 2019 auf Minchanka Minsk, ursprünglich waren ein Hin- und Rückspiel vorgesehen – was in Stuttgart von Beginn an mit Skepsis betrachtet wurde. Zum einen wegen der unsicheren politischen Lage in Belarus, zum anderen wegen der Corona-Situation. Beiden Teams hätte nach der Auswärtsreise der Gang in die Quarantäne gedroht. „Aus unserer Sicht“, sagt MTV-Sportdirektorin Kim Renkema, „war es die einzige gute Lösung, das Duell an einem neutralen Ort auszutragen.“ Und genau so kommt es nun auch.

In Runde zwei würde es gegen Dynamo Moskau gehen

Gespielt wird am 23. September ab 20.30 Uhr im polnischen Lodz. Was auch deshalb gut passt, weil LKS Lodz am Abend zuvor in der selben Halle auf Hapoel Saba trifft, die Infrastruktur also zur Verfügung steht. Die Entscheidung zwischen dem MTV und Minsk fällt dann in nur einer einzigen Partie – was nach Meinung von Renkema kein Problem sein darf: „Wer es nicht schafft, sich in einem Spiel gegen Minsk durchzusetzen, der hätte danach gegen Dynamo Moskau ohnehin keine Chance.“ Das starke russische Team müsste in Runde zwei geschlagen werden, um es in die Gruppenphase zu schaffen. „Das ist der härteste Gegner, auf den man treffen kann“, meint Renkema, „aber noch denken wir nicht soweit. In diesem Jahr hängt ohnehin alles am seidenen Faden.“

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In der Tat. Am Freitag vor dem Abflug nach Lodz müssen alle Mitglieder des MTV-Trosses zum Corona-Test – ist nur eine der Spielerinnen positiv, muss das gesamte Team zu Hause bleiben. „Wir wissen heute, wie es laufen soll“, meint Renkema, „doch morgen könnte schon wieder alles ganz anders sein.“

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