Von Zeichnung bis Zerstörung Kunststudenten verwandeln Installation im Stadtpark Leonberg

Studierende legen Hand an Bernd Oppls Installation. Foto: abk/Cindy Cordt
Studierende legen Hand an Bernd Oppls Installation. Foto: abk/Cindy Cordt

Bevor sie Ende des Monats abgebaut wird, dürfen sich Studierende der Stuttgarter Kunstakademie an der frei begehbare Installation des Künstlers Bernd Oppl im Stadtpark Leonberg noch einmal so richtig austoben.

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Leonberg - Seit einem halben Jahr steht von weither gut sichtbar Bernd Oppls Installation „I’m after me“ als riesiger begehbarer Raum mitten im Leonberger Stadtpark. Ende dieses Monats, am 30. April,wird das Kunstwerk nun abgebaut und entsorgt. Zuvor haben Studierende der staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (abk) die Möglichkeit, das Kunstwerk zu transformieren.

Seit Freitag und noch bis zum Donnerstag, 29. April, werden neun Studentinnen und Studenten in und mit der Installation arbeiten. Unter dem nicht unbedingt sehr einprägsamen Projekttitel „48.79405,9.01485=spacemaking“ wollen sie sich alleine oder zu zweit die Installation zu eigen machen.

„Unter Beobachtung. Kunst des Rückzugs“ lautete der Titel des Festivals der Kultur-Region Stuttgart, in dessen Rahmen das Amt für Kultur und Sport den österreichischen Künstler Bernd Oppl 2020 eingeladen hatte, einen offenen Raum samt Überwachungskamera temporär im Stadtpark aufzubauen. Dieser sollte zunächst nur für vier Wochen lang dort stehen. Den Organisatorinnen der Stadt, Milena Ziegler und Katja Rohloff, war dieser Zeitraum zu kurz und so wurde das Projekt um ganze sechs Monate erweitert.

Ursprünglich sollten im Frühjahr 2021 diverse Veranstaltungen einen Schlusspunkt setzen, war doch bereits im Herbst ein Teil der Projektideen coronabedingt ausgefallen. Die Situation hatte sich nicht gebessert und so lud man kurzerhand die abk Stuttgart ein, sich des Themas künstlerisch anzunehmen. Die Hochschule erteilte einer Gruppe Studierender des Hauptfachs „Intermediales Gestalten“ die Erlaubnis, unter Leitung der Performance-Künstlerin Cindy Cordt und Professorin Antonia Low ihre Arbeit zu vertiefen. Bevor nun Oppls Installation am 30. April wieder aus dem öffentlichen Raum verschwindet, werden neun Studierenden vor Ort Hand anlegen. Mal vorsichtig poetisch, mal intervenierend und dekonstruierend. Der Künstler selbst ist laut einer Pressemitteilung des Leonberger Kulturamts hoch erfreut, dass sein Werk noch einmal einen künstlerischen Prozess durchläuft und hat die Installation dafür frei gegeben.

Die Arbeit der Studierenden kann unter www.instagram.com/abk_intermedialesgestalten beziehungsweise unter www.instagram.com/ks.leonberg und www.leonberg.de verfolgt werden.



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