Kurz vor dem 95. Geburtstag des Altbundespräsidenten Walter Scheel am kommenden Dienstag, erhebt das Pflegeheim des an Demenz leidenden Scheel Vorwürfe gegen dessen Frau Barbara Scheel. Ihr Verhalten gefährde „eine der Person und dem Amt geschuldete respektvolle Lebensgestaltung des Bundespräsidenten“.

Kurz vor dem 95. Geburtstag des Altbundespräsidenten Walter Scheel am kommenden Dienstag, erhebt das Pflegeheim des an Demenz leidenden Scheel Vorwürfe gegen dessen Frau Barbara Scheel. Ihr Verhalten gefährde „eine der Person und dem Amt geschuldete respektvolle Lebensgestaltung des Bundespräsidenten“.

 

Bad Krozingen - Das Pflegeheim des an Demenz leidenden Altbundespräsidenten Walter Scheel (94) erhebt schwere Anschuldigungen gegen dessen Ehefrau. Die Betreibergesellschaft wirft Barbara Scheel zum Teil „übergriffiges Verhalten“ und „verbale Entgleisungen“ vor. Hierdurch werde die Atmosphäre in der Einrichtung im badischen Kurort Bad Krozingen belastet, hieß es in einer Mitteilung vom Sonntag. Barbara Scheels Verhalten gefährde „eine der Person und dem Amt geschuldete respektvolle Lebensgestaltung des Bundespräsidenten“.

Wie die „Bild am Sonntag“ schreibt, soll sie in einem Fall einen Heimbewohner im Rollstuhl in sein Zimmer geschoben haben, weil sie sich von ihm belästigt fühlte. Laut dem Blatt will das Unternehmen auch eine Unterlassungserklärung gegen Barbara Scheel erwirken. Sie hatte sich in verschiedenen Medien kritisch über die Betreuung ihres Mannes geäußert. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa erklärte Scheel lediglich, dass sie sich keiner Schuld bewusst sei.

Am Dienstag (8. Juli) wird Walter Scheel 95 Jahre alt. Eine offizielle Feier für den Altbundespräsidenten wird es nicht geben.