Vor fünf Jahren ist die Kommunalwahl in Aspach mit fast exakt dem gleichen Ergebnis abgeschlossen worden wie wiederum fünf Jahre zuvor. Auch für die Zeit nach dem 25. Mai rechnet niemand ernsthaft mit größeren Veränderungen. Die meisten bewährten Kräfte stehen wieder zur Wahl.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Konstanz in der Lokalpolitik ist für die rund 8100 Einwohner von Aspach offenkundig kein Fremdwort. Vor fünf Jahren ist die Kommunalwahl mit fast exakt dem gleichen Ergebnis abgeschlossen worden wie wiederum fünf Jahre zuvor. Und auch für die Zeit nach dem 25. Mai rechnet niemand ernsthaft mit größeren Veränderungen. Alle bisherigen Gemeinderäte der Freien Wählervereinigung treten wieder an, das gleiche gilt für die zweitstärkste politische Kraft, die Gemeinschaftsfraktion aus CDU und Bürgerlicher Wählerliste. Einzig die SPD könnte für ein wenig frischen Wind im Ratsgremium sorgen: In Bernhard Trefz und Armin Franitzka stehen zwei bewährte Kommunalpolitiker nicht mehr zur Wahl.

Grüne kandidieren nicht

Gar nicht vorgesehen ist in der Besetzungsliste das grüne Lager. Doch das gelte nur für die Parteibezeichnung, sagt der Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner, der im Sommer sein 20-Jahr-Dienstjubiläum feiert: „Grüne Themen werden bei uns traditionell von allen Listen abgedeckt.“ Überhaupt, sagt der Schultes, spiele die Parteizugehörigkeit im Aspacher Gremium eher eine untergeordnete Rolle. „Wenn bei uns mal kontrovers diskutiert wird, dann geht das quer durch alle Reihen.“

Ein hartes Stück Überzeugungsarbeit indes war in der jüngeren Vergangenheit bei einem der wichtigsten Themen vonnöten gewesen. Die Conrad-Weiser-Schule, die einzige weiterführende Bildungseinrichtung im Flecken, soll von der Werkreal- in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt werden. Der aktuelle Gemeinderat hat nach intensiven Diskussionen beschlossen, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Das neue Gremium muss die Voraussetzungen schaffen, unter die vermutlich auch ein Schulneubau fällt.

Kinderbetreuung: 70 Prozent erreicht

Ansonsten sieht der Bürgermeister die größeren Infrastruktur-Hausaufgaben als gemacht an. Noch in diesem Jahr beispielsweise würden die letzten der vielen von den Hauptorten räumlich getrennten Weiler und Wohnplätze an die Kanalisation angeschlossen. Und in Sachen Kinderbetreuung sei man mit einer Quote von mehr als 70 Prozent schon seit je her „ganz vorne dran“.

Nur eines bereitet in der Gemeinde – ebenfalls fast schon seit je her – Kopfzerbrechen. Der Ausbau der Landesstraße die in Richtung des Autobahnanschlusses bei Mundelsheim führt. Die Einschätzungen der aktuellen Landesregierung machten ihm ein wenig Hoffnung, sagt der Schultes – um gleichzeitig zu betonen, dass er an einen Ausbau erst werde glauben können, wenn dieser gemacht sei. Zu oft schon waren er und seine Gemeinde in der Vergangenheit bitter enttäuscht worden.