Eine neue Bücherei, die Sanierung der Abwasserkanäle, das Jugendhaus, der Hochwasserschutz – für den neuen Gemeinderat von Plüderhausen gibt es viel zu tun. Zumindest im Hinterkopf aber müssen die Räte dabei die hohe Verschuldung der Kommune behalten.

Rems-Murr: Isabelle Butschek (ibu)

Auf die zukünftigen Gemeinderäte von Plüderhausen wartet ein umfangreiches Arbeitsprogramm. „Wir sind im Rückstand bei der Sanierung unserer Abwasserkanäle“, erzählt Bürgermeister Andreas Schaffer. Ein großes Thema ist auch das Jugendhaus. Dieses steht seit 30 Jahren auf dem Gelände einer Firma. Diese will die Fläche nun selbst in Anspruch nehmen, außerdem ist das Gebäude nicht mehr im allerbesten Zustand. Die Gemeinde will es aber nicht dabei belassen, einfach einen Neubau hinzustellen. „Wir wollen uns auch Gedanken darüber machen, wie unsere Jugendarbeit grundsätzlich aussehen soll“, erläutert Schaffer.

Die alte Bücherei wird abgebrochen

Auf der Tagesordnung steht außerdem die Bücherei. „Der jetzige Standort wird abgebrochen. Nun stellt sich die Frage, ob wir uns in einen Neubau einmieten oder in das alte Schulhaus gehen“, sagt Schaffer. Zudem soll ein neues Gewerbegebiet in Richtung Urbach entstehen und muss die Beteiligung an der interkommunalen Gartenschau konkretisiert werden. Auch der innerörtliche Hochwasserschutz wird die Räte beschäftigen. „Wir haben auf jeden Fall viel zu tun“, sagt Schaffer. Im Hinterkopf müssen die Räte dabei das Finanzproblem der Gemeinde behalten: „Wir sind hoch verschuldet“, sagt Andreas Schaffer.

Gespannt darf man sein, in welcher Zusammensetzung der Gemeinderat in Zukunft die Geschicke der Kommune lenkt. Die amtierenden Mitglieder von CDU, SPD und der Grünen Liste Umwelt (GLU) treten wieder an. Wenn auch nicht alle für die gleiche Partei – Gerda Rost, die 25 Jahre lang für die SPD im Gemeinderat saß, tritt dieses Mal für die Freien Wähler – Freien Demokraten (FW/FD) an. „In dieser Fraktion gibt es einen Umbruch, da vier von fünf Räten aufhören“, sagt Andreas Schaffer. Einer der neuen Kandidaten der FW/FD ist ein alter Bekannter: Thomas Häussermann war bereits schon einmal für zwei Wahlperioden als Gemeinderat tätig.

Schaffer über die GLU: Ganz pragmatische Leute

Ein bekanntes Gesicht findet sich zudem auf der Liste der CDU: Susanne Pfeiffer, die Frau des Bundestagsabgeordneten Joachim Pfeiffer, stellt sich zur Wahl. Ein fester Bestandteil des Gemeinderats ist seit vielen Jahren auch die Grüne Liste Umwelt. Bei der vergangenen Wahl konnte die GLU drei Sitze erringen – davon können andere Grüne oder Alternative Listen nur träumen. „Ich glaube, das liegt daran, dass es sich dabei um ganz pragmatische Leute handelt“, sagt Andreas Schaffer.