Wahl zum Ersten Beigeordneten Altenberger geht nach Gerlingen

Von roth 

Der frühere Bürgermeister von Kernen ist im Strohgäu zum Ersten Beigeordneten gewählt worden. Seinen Job bei der Stadtverwaltung Schorndorf gibt er nach nur wenigen Monaten auf.

Stefan Altenberger (links) erhält von Gerlingens Bürgermeister Dirk Oestringer zum Einstand eine Flasche Wein. Foto: factum/Simon Granville
Stefan Altenberger (links) erhält von Gerlingens Bürgermeister Dirk Oestringer zum Einstand eine Flasche Wein. Foto: factum/Simon Granville

Gerlingen/Kernen - Stefan Altenberger, der ehemalige Bürgermeister von Kernen, ist der neue Erste Beigeordnete der Stadt Gerlingen (Kreis Ludwigsburg). 16 von 22 Stadträten gaben ihm am Mittwoch in geheimer Wahl ihre Stimme. Das genügte. Um die erforderliche Mehrheit zu erreichen, hätte es nur zwölf Stimmen bedurft. Ursprünglich waren 22 Bewerbungen im Gerlinger Rathaus eingegangen. Nach den Vorstellungsgesprächen waren zwei Kandidaten übrig geblieben. Einer sprang kurzfristig ab, sodass der 56-Jährige der einzige Kandidat des Abends war. Altenberger feiert mit dem Einzug in dieses Amt seine Rückkehr auf die kommunalpolitische Bühne, wie er selbst sagt. Er folgt auf Martina Koch-Haßdenteufel, die zur Beigeordneten der Stadt Kornwestheim gewählt wurde.

Nach zwei Amtszeiten in Kernen abgewählt

Im September vergangenen Jahres war der gelernte Verwaltungswirt nach zwei Amtszeiten als Bürgermeister der Gemeinde Kernen im Remstal überraschend abgewählt worden. Zwei Monate später ging er bei der Wahl zum Ersten Beigeordneten in Radolfzell am Bodensee leer aus. Erst im April hatte Altenberger bei der Stadtverwaltung von Schorndorf eine Führungsaufgabe übernommen. Sein neuer Chef, der Oberbürgermeister Matthias Klopfer (SPD), nahm an, dass sein neuer Mitarbeiter mit dieser verantwortungsvollen Stelle ins berufliche Fahrwasser zurückgefunden hat. Doch nun muss er die Stelle des Fachbereichsleiters für „Sicherheit und Ordnung“ in der Daimlerstadt neu besetzen.

Altenberger begründet seinen schnellen Abgang so: „Reine Verwaltung, das ist nicht so mein Ding.“ Er habe wieder ein Wahlamt angestrebt. Der direkte Austausch mit den kommunalpolitischen Gremien sei ihm „eine Herzensangelegenheit“. Der direkte Draht in die Kommunalpolitik ist ihm nach dieser Wahl in den kommenden acht Jahren sicher.




Veranstaltungen

Unsere Empfehlung für Sie