Waldheim Frauenkopf in S-Ost SPD setzt sich für Waldheim ein

Von hea 

Die Sozialdemokraten wollen, dass die Stadt sich für den Erhalt des Heims einsetzt. Gerade für die dicht bebauten Tallagen gelte es, solche Spiel- und Erholungsangebote zu erhalten.

Das Waldheim Frauenkopf, eines der ältesten Waldheime Stuttgarts, steht vor dem Aus. Foto: Fatma Tetik
Das Waldheim Frauenkopf, eines der ältesten Waldheime Stuttgarts, steht vor dem Aus. Foto: Fatma Tetik

S-Ost - Bis zu zwei Millionen Euro würde eine Komplettsanierung des Waldheims Frauenkopfs die evangelische Kirche kosten. Ein Neubau ist auf dem Grundstück nicht möglich, weil es für das Areal keinen entsprechenden Bebauungsplan gibt. Deshalb hat die evangelische Kirche wie berichtet entschieden, den Pachtvertrag mit der Stadt für das Grundstück zu kündigen. Das wäre das Aus von einem der ältesten Waldheime Stuttgarts. Die SPD-Fraktion im Gemeinderat will das so nicht hinnehmen.

SPD-Stadträte fordern Planungen für ein Ersatzangebot

In einem Antrag an die Stadtverwaltung fordern die Sozialdemokraten eine zukunftsfähige Lösung für das Waldheim Frauenkopf. „Gerade für die dicht bebauten Tallagen gilt es, solche Spiel- und Erholungsangebote zu erhalten“, schreiben die SPD-Stadträte in der Begründung. Sie fordern, dass Jugendamt und Betreiber in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses die Situation des Waldheims und die Überlegungen sowie Planungen für ein Ersatzangebot vorstellen. Darüber hinaus soll im Umwelt- und Technikausschuss des Gemeinderats dargestellt werden, welche baulichen Möglichkeiten an dieser Stelle gegeben sind.

Verantwortliche vor Ort sehen Mitschuld bei der Kirche selbst

Das Grundstück, auf dem das Waldheim steht, gehört der Stadt Stuttgart. Diese hat es seit 1947 an die evangelische Kirche verpachtet, die dort das Waldheim errichtet hat. Verhandlungen mit der Stadt, so Jörg Schulze-Gronemeyer, der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft evangelische Ferien- und Waldheime in Württemberg, hätten zu keinem Ergebnis geführt. Bei den Verhandlungen ging es sowohl um einen möglichen Neubau als auch um einen längerfristigen Pachtvertrag, damit sich Investitionen für die Kirche an diesem Standort lohnen. Eine Mitschuld dafür, dass das Waldheim Frauenkopf nun vor dem Aus steht, sehen die Verantwortlichen vor Ort aber auch bei der Kirche selbst. Diese hätte sich viel zu lange nicht mit einer Sanierung beschäftigt. Damit bei anderen Waldheimen in Stuttgart nicht ähnliche Situationen auftreten, wollen die Sozialdemokraten von der Stadtverwaltung zudem wissen, welche weiteren Waldheime ähnliche bauliche Mängel vorweisen.

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