Wangen im Allgäu Autofahrer rast auf A96 in Stauende und stirbt

Von SIR/dpa 

Nach einem schweren Unfall muss die Autobahn 96 bei Wangen im Allgäu voll gesperrt werden. Ein junger Autofahrer, der auf der Strecke unterwegs ist, bemerkt den Stau zu spät, fährt auf einen Sattelschlepper auf und stirbt.

Die A96 musste am Dienstag nach einem Unfall bei Wangen im Allgäu voll gesperrt werden. Foto: dpa 7 Bilder
Die A96 musste am Dienstag nach einem Unfall bei Wangen im Allgäu voll gesperrt werden. Foto: dpa

Wangen im Allgäu -Ein 23 Jahre alter Autofahrer ist am Dienstag auf der Autobahn 96 ungebremst in ein Stauende gefahren und dabei tödlich verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte der junge Mann den Stau vor einer Behelfsausfahrt bei Wangen (Kreis Ravensburg) offenbar übersehen. Er fuhr auf das Heck eines Sattelzuges auf und geriet durch die Wucht des Aufpralls unter den Lastwagen. Der 23-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Der 36 Jahre alte Lastwagenfahrer wurde nicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 45 000 Euro.

Die Autobahn war wegen eines ersten Unfalls seit dem frühen Dienstagmorgen in beide Richtungen gesperrt. Wann die Fahrbahnen wieder freigegeben werden können, sei noch nicht absehbar, sagte eine Polizeisprecherin. Autofahrer sollten von einer ganztägigen Sperrung ausgehen. Im Berufsverkehr kam es zu massiven Einschränkungen. „Es ist alles in und um Wangen verstopft“, sagte die Sprecherin.

Ein Autofahrer war auf einer Brücke bei Glatteis wohl zu schnell unterwegs und in Richtung Memmingen gegen die Leitplanken rechts und links der Fahrbahn geprallt. Zwei nachfolgende Lasterfahrer gerieten dadurch ebenfalls ins Schleudern und kollidierten. Die Lastwagen verkeilten sich und gerieten in Brand. Die Fahrer wurden verletzt, der 48 Jahre alte Autofahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wurde mit etwa 100.000 Euro beziffert, der an der Brücke war zunächst unklar.

Die Talbachbrücke werde nun von einem Statiker untersucht, womöglich sei sie einsturzgefährdet, sagte die Sprecherin. Um das Feuer an den Lastern und der Brücke zu löschen, waren 125 Rettungskräfte mit 27 Fahrzeugen im Einsatz.

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