Warnstreik beim Südwestrundfunk SWR-Mitarbeiter legen erneut die Arbeit nieder

Von red/dpa/lsw 

Mehrere Hundert Mitarbeiter des Südwestrundfunks haben erneut gestreikt. Einige Nachrichtensendungen im Hörfunkprogramm von SWR 1 und SWR 4 Baden-Württemberg mussten daher ausfallen.

Mitarbeiter stehen mit Schildern bei der Kundgebung vor dem SWR-Gebäude. Foto: dpa/Tom Weller
Mitarbeiter stehen mit Schildern bei der Kundgebung vor dem SWR-Gebäude. Foto: dpa/Tom Weller

Stuttgart - Mehrere Hundert Mitarbeiter des Südwestrundfunks haben sich am Mittwoch an einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi beteiligt. Einige Nachrichtensendungen im Hörfunkprogramm von SWR 1 und SWR 4 Baden-Württemberg mussten daher ausfallen, wie ein SWR-Sprecher mitteilte. Vor den Funkhäusern in Stuttgart, Mainz und Baden-Baden kamen Beschäftigte des Senders zu Kundgebungen zusammen.

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Verdi hatte zu einem Warnstreik von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts aufgerufen. Die Gewerkschaft sprach von rund 500 Teilnehmern über den Tag verteilt. Es war schon der dritte Ausstand beim SWR seit Anfang September. Auch in anderen ARD-Anstalten hatte es in den vergangenen Wochen Protestaktionen gegeben. Verdi will verhindern, dass die Gehaltsentwicklung von der im öffentlichen Dienst abgekoppelt wird.

Verärgerung über die Landesregierung

Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder sieht ein Plus von acht Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten vor. Bereits bei einem ersten Warnstreik am 2. September hatte SWR-Verwaltungsdirektor Jan Büttner erklärt, dass ein solches Gehaltsplus einen weiteren Personalabbau nach sich ziehen würde.

Der Verdi-Verhandlungsführer im Südwesten, Siegfried Heim, betonte: „Die Streikenden sind aber auch verärgert über die Landesregierungen, die seit Monaten eine Entscheidung über den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag verschleppen.“

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