Warnstreiks rund um Stuttgart Am Donnerstag soll in der Region nicht viel gehen

Am Donnerstag gibt es Kundgebungen in Stuttgart und Esslingen. Foto: Horst Rudel
Am Donnerstag gibt es Kundgebungen in Stuttgart und Esslingen. Foto: Horst Rudel

Die Gewerkschaft Verdi ruft am 12. April ihre Mitglieder in und rund um Stuttgart zu Warnstreiks auf. Dieses Mal soll es noch heftiger werden als vor drei Wochen.

Region: Kai Holoch (hol)
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Region - Alle Wege führen am Donnerstag nach Stuttgart – zumindest für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die im Rems-Murr-Kreis sowie in den Kreisen Ludwigsburg und Böblingen beschäftigt sind und sich am Warnstreik der Gewerkschaft Verdi beteiligen wollen. Denn anders als bei der jüngsten Warnstreikwelle wird es im Verdi-Bezirk Stuttgart dieses Mal keine dezentralen Kundgebungen geben. Vielmehr will die Gewerkschaft in Stuttgart machtvoll demonstrieren, dass „ohne uns nichts geht“. So zumindest formuliert es der Stuttgarter Verdi-Geschäftsführer Cuno Brune-Hägele.

Am 12. April treffen sich die Gewerkschaftsmitglieder aus den drei Kreisen mit ihren Stuttgarter Kollegen zunächst von 7 Uhr morgens an am Willi-Bleicher-Gewerkschaftshaus in der Willi-Bleicher-Straße. Um 10 Uhr beginnt dort die Streikversammlung. Um 11.15 setzt sich dann der Demonstrationszug in Bewegung. Um 11.55 Uhr ist schließlich eine Großkundgebung auf dem Stuttgarter Schlossplatz geplant. Verdi erwartet rund 7000 Kundgebungsteilnehmer, zu denen die stellvertretende Verdi-Landesleiterin Hanna Binder als Hauptrednerin sprechen wird.

Alle Bereiche des öffentlichen Diensts sollen bestreikt werden

Der Warnstreik am Donnerstag soll in der Region Stuttgart noch deutlicher zu spüren sein als die Ausstände davor. Verdi Stuttgart hat alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Stuttgart, Ludwigsburg und Böblingen dazu aufgefordert, ihre Arbeit für einen Tag niederzulegen. Das betrifft die Kitas ebenso wie die Krankenhäuser, die Zulassungsstellen der Landkreise, die Verwaltungen, die Bauhöfe, die Müllabfuhr und den öffentlichen Nahverkehr.

Im benachbarten Verdi-Bezirk Neckar-Fils, der für die Landkreise Esslingen, Göppingen, Reutlingen, Tübingen und Zollernalb zuständig ist, wird der Streik auf zwei Tage verteilt. Bereits am Mittwoch, 11. April, sind die Kreise Reutlingen, Tübingen und Zollernalb dran: Der Demonstrationszug der Verdi-Mitglieder formiert sich um 11.30 Uhr in Reutlingen. Auf dem dortigen Marktplatz findet um 12 Uhr eine Kundgebung statt, zu der 1000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes erwartet werden.

Am Donnerstag hat Verdi Neckar-Fils dann die Beschäftigten in Göppingen und Esslingen zu Warnstreiks samt Kundgebung um 12 Uhr auf dem Esslinger Rathausplatz aufgerufen. In Esslingen kommt erschwerend hinzu, dass auch die Busfahrer des Städtischen Verkehrsbetriebs ihre Arbeit niederlegen werden.

Reduziertes Busangebot in Esslingen

Allerdings wird der Nahverkehr in Esslingen deshalb nicht komplett zusammenbrechen, weil etliche Linien von privaten Busunternehmen abgedeckt werden – und diese nicht am Streik teilnehmen. Auf der Homepage der Stadt Esslingen kann man sich über das reduzierte Busangebot informieren. Dort können Eltern auch in Erfahrung bringen, welche Kindertagesstätten vom Warnstreik betroffen sind.

Die aktuelle Warnstreikwelle hat bereits an diesem Dienstag Baden-Württemberg erfasst. So hat es unter anderem in Karlsruhe eine Kundgebung gegeben, an der sich auch Beschäftigte aus Rastatt, Pforzheim, Freiburg und Baden-Baden beteiligt haben. Unter anderem gab es für Pendler in diesen Städten massive Einschränkungen.




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