Stadtkind Stuttgart

Was trägt Stuttgart? Hüte aus Leidenschaft

Von Tanja Simoncev 

"Der Stuttgarter Stil ist langweilig", findet Maximilian Kamps. Seit drei Jahren widmet sich der 25-Jährige unter anderem auch der Modefotografie und hat dementsprechend schon viel gesehen. Wir wollten wissen, was seinen Stil ausmacht und warum er so gut wie nie ohne Hut unterwegs ist.

Fotograf Maximilian Kamps findet, dass sein Stil eine Mischung aus Künstler und Skater ist.  Foto: Tanja Simoncev 14 Bilder
Fotograf Maximilian Kamps findet, dass sein Stil eine Mischung aus Künstler und Skater ist. Foto: Tanja Simoncev

Stuttgart - "Hey, kennen wir uns nicht? Bist du nicht...? Heißt du zufällig Lukas?" - Fragen, die Maximilian Kamps in letzter Zeit häufig gestellt wurden und ja, nun ist es raus, der 25-Jährige hat einen Doppelgänger im Städtle. Hut ab, äh, Hut auf. Denn Max kennt man nur mit Kopfbedeckung und das ist auch gut so, sagt er. Gerade mal drei Jahre ist der Stuttgarter, der in Aichwald groß wurde, nun als Fotograf tätig, hat Spaß am Job und sich bereits auch einen Namen gemacht. Apropos Namen, den feiern insbesondere die Amis, die finden, dass Maximilian Kamps englisch ausgesprochen so richtig "badass" klingt. "Not bad", findet auch Max. Da liegt es nahe, dass es ihm New York angetan hat und er vielleicht auch mal wieder dort landet. Doch erstmal bleibt der Hutträger aus Leidenschaft Stuttgart-West treu, bevor es eventuell mal nach Hamburg geht oder er sogar den Sprung über den großen Teich wagt. 

Vom Skaten zum Knipsen

Und wie fing das damals mit dem Fotografieren an? "Das erste Mal fotografiert habe ich in meiner Skater-Zeit, da haben wir irgendwann alle gesagt: Hey, lasst uns zusammen eine Kamera kaufen", so Max. Doch der Sport raubte ihm mehr Senen als Nerven. Nach einer längeren Pause habe er für das Sport-Abi mit dem Skaten aufgehört und sich ein neues Hobby gesucht. "Dann habe ich mir die erste Cam gekauft und einfach so just for fun daheim irgendwelche Sachen fotografiert."

Und weil er nach dem Abi absolut keinen Plan hatte, wohin sein Weg ihn führen sollte und er von seiner Mutter sehr künstlerisch erzogen worden war, kam ihm der Gedanke: "Okay, so ein Anzug-Job ist gar nichts für mich, ich will etwas Kreatives machen und probiere es mal mit den Fotos." Nach einem kurzen Zwischenstopp an der Freien Fotoschule Stuttgart assistierte der 25-Jährige bei einem erfahrenen Stuttgarter Fotografen und entschied dann recht schnell: "Ich will mein eigenes Ding machen." Erst nebenher, jetzt richtig als freischaffender Künstler, der sich unter anderem der Modefotografie widmet. 

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