Was wird aus den VfB-Routiniers? Zehn Chancen für Gonzalo Castro und Daniel Didavi

Die Routiniers beim VfB Stuttgart: Daniel Didavi und Gonazlo Castro Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn
Die Routiniers beim VfB Stuttgart: Daniel Didavi und Gonazlo Castro Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Die Verträge von Daniel Didavi und Gonzalo Castro beim VfB Stuttgart laufen am Saisonende aus. Die Routiniers wollen ihre Karrieren im Sommer noch nicht beenden. Wie es mit ihnen weitergeht, ist offen.

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Stuttgart - Zehn Chancen bleiben Daniel Didavi und Gonzalo Castro noch. So viele Spiele stehen für den VfB Stuttgart vor dem Duell mit der TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) noch an, und diese Partien dürften mit darüber entscheiden, wie es mit den beiden Routiniers weitergeht. Ob es mit ihnen weitergeht. Die Verträge der Mittelfeldspieler laufen jeweils am 30. Juni 2021 aus. „Ich bin sehr dankbar, dass sie bei uns sind“, sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo erst am Freitag. Ob er genauso dankbar wäre, wenn Didavi und Castro auch in der kommenden Spielzeit noch bei ihm wären, beantwortet Matarazzo dagegen seit Wochen nicht.

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Die Situation ist kompliziert. Es ist nicht lange her, da hätte sich vermutlich fast jeder Fußball-Bundesligist gefreut, wenigstens einen der beiden Edeltechniker in seinem Kader zu haben. Noch heute blitzt regelmäßig ihre außergewöhnliche Klasse auf, wenn sie denn spielen dürfen. An guten Tagen kann Didavi Pässe spielen, die vermutlich niemand sonst im Kader des Aufsteigers spielen kann. Dass ein gewisser Pep Guardiola Castro einst zum FC Bayern München lotsen wollte, hat auch damit zu tun, dass der heutige VfB-Kapitän das Spiel (noch immer) so gut versteht wie nur wenige andere Bundesliga-Profis. Dennoch saßen beide jüngst in Frankfurt 90 Minuten lang auf der Bank.

Mislintat weiß um die Fähigkeiten der beiden

In den kommenden Wochen wird VfB-Sportdirektor Sven Mislintat die Gespräche mit den Routiniers suchen. Mislintat weiß um die Fähigkeiten der beiden. Er weiß aber auch um ihr Alter. Wenige Wochen vor dem Ende seines Vertrages wird Castro 34, Didavi feierte erst vor kurzem seinen 31. Geburtstag, wurde während seiner Karriere aber immer wieder von teils schweren Verletzungen zurückgeworfen. Der durch die Corona-Krise finanziell angeschlagene VfB wird genau abwägen müssen, ob er sich mögliche Einjahresverträge für Castro und Didavi leisten kann und will. Die andere Frage wird sein, inwiefern beide zu sicher deutlichen Gehaltseinbußen bereit wären.

„Daniel würde sich freuen, noch mal ein Jahr beim VfB zu spielen“, sagte Didavis Berater Karlheinz Förster der „Heilbronner Stimme“ am Freitag. „Wenn es nicht weitergeht, dann eben woanders.“ Auch Castro will seine Laufbahn im Sommer noch nicht beenden. Die Partie gegen die Hoffenheimer am Sonntag könnte einen weiteren Anhaltspunkt geben, ob ihre Karrieren vielleicht sogar in Stuttgart weitergehen. „Das sind beides Spieler, die ein gewisses Gleichgewicht in der Kabine herstellen können, die ein Orientierungspunkt für junge Spieler sein können“, sagte Matarazzo. „Das geben sie uns Tag für Tag, auch weiterhin.“ Auf dem Platz würden sie trotzdem gerne wieder stehen.




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