Weltcup-Veranstaltung im Februar 2021 Shorttrack kommt aufs Eis nach Bietigheim

Von Jürgen Kemmner 

Shorttrack ist vor allem in Asien und Nordamerika beliebt, nun erhält Deutschland nach Dresden einen zweiten Weltcup-Standort: Bietigheim-Bissingen. Das liegt an der Corona-Krise und persönlichen Kontakten.

Shorttrack ist spannend und spektakulär: Anna Seidel (li.) startet im kommenden Februar in der Ege-Trans-Arena. Foto: dpa/Sebastian Kahnert
Shorttrack ist spannend und spektakulär: Anna Seidel (li.) startet im kommenden Februar in der Ege-Trans-Arena. Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Bietigheim-Bissingen - Die Ege-Trans-Arena in Bietigheim-Bissingen kannte Anna Seidel noch nicht. Woher auch? Bisher war die Shorttrack-Läuferin nur in Dresden zum Wettkampf aufs Eis gefahren, in der deutschen Hochburg des Shorttrack, dort, wo der Stützpunkt angesiedelt ist. „Es ist doch erfreulich, wenn es in Deutschland noch einen zweiten Weltcup-Standort gibt“, sagte die zweimalige Olympia-Teilnehmerin am Dienstag in der Eishalle im Ellental.

Dass Bietigheim vom 19. bis 21. Februar 2021 einen Shorttrack-Weltcup austrägt, ist eine Fügung aus Corona-Umständen und Zufall. Da in dieser Saison wegen der Pandemie die Wettbewerbe in Montreal abgesagt wurden, die in Seoul und Peking fraglich sind und in Europa Turin und Budapest wegen Eistechnikumbau als Ersatz-Gastgeber abgewunken haben, landete der Eislauf-Weltverband ISU in Bietigheim. Den Kontakt stellte Sportmanager Jens Zimmermann her, der in Fellbach sein Büro hat und auch als Berater von Anna Seidel arbeitet. Schließlich nahm der Weltverband mit Bietigheims OB Jürgen Kessing Kontakt auf – und nach einigen Gesprächen der Plan Konturen an.

„Ich war von der Idee, einen Weltcup in unserer Stadt auszutragen, sofort begeistert“, sagte der Verwaltungschef, „ich habe Shorttrack in Japan schon live erlebt und war fasziniert.“ Nachdem die ISU die Tauglichkeit der Ege-Trans-Arena für die Sportart festgestellt hatte, wurden die Details abgestimmt. „Ich sehe das als große Chance“, sagte Anna Seidel, „dass unser Sport in Deutschland populärer wird.“

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