In diesem Artikel gehen wir darauf ein, wann Kondenswasser an den Fenstern zum Problem werden kann, und geben Tipps zur Vorbeugung beschlagener Scheiben.

Digital Desk: Lukas Böhl (lbö)

Feuchtigkeit an Fenstern ist ein häufiges Phänomen, das entsteht, wenn warme, feuchte Luft auf eine kältere Oberfläche wie die eines Fensterglases trifft (Kondensation). Ein wenig Kondenswasser, das sich gelegentlich an der Unterseite der Fenster bildet und schnell wieder verschwindet, ist oft normal und in der Regel kein Grund zur Sorge. Problematisch wird es, wenn das Kondenswasser dauerhaft vorhanden ist, große Teile des Fensters bedeckt und nicht von selbst verschwindet oder wenn es in die Fensterdichtung eindringt, was auf lange Sicht zu Schimmelbildung führen kann.

 

Welche Faktoren die Menge beeinflussen können

Wie viel Kondenswasser sich an den Fenstern bildet, kann von verschiedenen Ursachen abhängen. Wir haben Ihnen einige Faktoren aufgezählt, welche die Menge des Schwitzwassers beeinflussen können.

Isolierung und Qualität der Fenster: Doppel- oder Dreifachverglasungen reduzieren normalerweise die Menge an Kondenswasser, da sie die innere Glasscheibe wärmer halten.

Luftfeuchtigkeit im Raum: Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit (wie Küchen oder Badezimmer) neigen eher zu Kondenswasserbildung.

Außentemperatur: Kältere Außentemperaturen führen zu einer kühleren Fensteroberfläche und damit eher zu Kondensation, wenn die Innentemperatur deutlich wärmer ist.

Lüften und Heizen: Gute Belüftung und richtiges Heizen hilft, die Feuchtigkeit im Raum zu reduzieren und damit auch die Kondensation an den Fenstern.

Lese-Tipp: Nasse Fenster trotz Lüften und heizen?

Was Sie gegen Kondenswasser tun können

Wenn Sie regelmäßig übermäßig viel Kondenswasser an Ihren Fenstern bemerken, sollten Sie dagegen vorgehen. Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengestellt, die helfen können.

  • Die Verbraucherzentrale empfiehlt, das Wasser jeden Morgen wegzuwischen.
  • Für bessere Belüftung durch regelmäßiges Stoßlüften sorgen (mind. dreimal am Tag für 5 bis 10 Minuten)
  • Die Räume ausreichend beheizen (siehe dazu auch: Tipps zum richtigen Heizen)
  • Einsatz von Luftentfeuchtern
  • Überprüfung und ggfs. Austausch der Dichtungen an Fenstern und Türen
  • Übergangsweise Luftentfeuchter einsetzen, bis die Ursache geklärt ist (Luftentfeuchter bestellen / ANZEIGE)

Übermäßige Feuchtigkeit kann aber auch ein Hinweis auf unzureichende Isolierung oder Probleme mit der Gebäudehülle sein, daher kann es sinnvoll sein, einen Fachmann zurate zu ziehen, wenn einfache Maßnahmen nicht helfen. Als Mieter sollte man sich an den Vermieter wenden.