Winter in Stuttgart So viel Schnee ist selten

Da es im vergangenen Jahr fast kaum geschneit hat in Stuttgart, wirkt dieser Winter besonders weiß. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko 6 Bilder
Da es im vergangenen Jahr fast kaum geschneit hat in Stuttgart, wirkt dieser Winter besonders weiß. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Im Januar ist in Stuttgart ziemlich viel Schnee gefallen. Laut Wetterexperten bewegen sich die Werte im oberen Bereich. Doch mit der weißen Pracht könnte es wohl bald schon wieder vorbei sein.

Digital Unit: Jörg Breithut (jbr)

Stuttgart - Schon wieder versinkt der Südwesten im Schnee: Selbst in Stuttgart sind Straßen und Dächer mit der weißen Pracht bedeckt, obwohl sich die Landeshauptstadt im Winter ansonsten eher mit grauer Matschdecke präsentiert. Doch schneit es in diesem Winter in Stuttgart wirklich öfter als in den vergangenen Jahren?

Es ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) eher der Vergleich, der dieses Jahr besonders weiß wirken lässt. „Der Winter im vergangenen Jahr war extrem schneearm“, sagt Andreas Pfaffenzeller im Gespräch mit unserer Redaktion. Laut dem DWD-Meteorologen ist etwa auf dem Schnarrenberg in Stuttgart an keinem einzigen Tag im Januar 2020 um sieben Uhr morgens eine Schneedecke gemessen worden.

Weit entfernt vom Schneedecken-Rekord

Dieses Jahr sieht das anders aus. Bereits 13 Tage im Januar lag Schnee auf der Erhebung zwischen den Stadtteilen Zuffenhausen und Münster. „Das ist schon recht viel“, sagt Pfaffenzeller. „Da sind wir im oberen Bereich.“ Rekordverdächtig ist das aber noch nicht. Im Jahr 2010 bedeckte der Schnee 25 Tage lang den Schnarrenberg und auch vor zwei Jahren waren es immerhin 16 Tage.

Auch war die Schneedecke dieses Jahr nicht besonders hoch. Der bisher höchste Wert von sechs Zentimetern stammt vom vergangenen Montag. Der Rekord aus dem Jahr 1982 beträgt auf dem Schnarrenberg 40 Zentimer. Ob sich solche hohen Werte noch erreichen lassen, werden die kommenden Tage zeigen.

Die Chancen stehen allerdings schlecht. Von Dienstag an soll es weniger schneien, dann wird es auch wärmer. „Am Donnerstag setzt das Tauwetter bis in die Hochlagen ein“, sagt Pfaffenzeller. „Dann wird es auch in den Mittelgebirgen etwa drei bis acht Grad geben.“ Außerdem wird es eher regnen als schneien. Am Freitag soll es Temperaturen von bis zu zehn Grad geben. Zudem soll es windig werden, im Bergland auch teilweise stürmisch.




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