WM 2018 AfD will Nationalspieler Özil und Gündogan „nach Hause“ schicken

Der sportpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Jörn König, hält wenig von Mesut Özil und Ilkay Gündogan. Foto: dpa
Der sportpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Jörn König, hält wenig von Mesut Özil und Ilkay Gündogan. Foto: dpa

Die AfD fordert von Bundestrainer Joachim Löw, die Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan „nach Hause“ zu schicken. Die beiden Deutschen waren im Vorfeld der WM wegen eines Fotos mit Erdogan in die Kritik geraten.

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Berlin - Als Reaktion auf die Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Mexiko bei der Weltmeisterschaft in Russland hat die AfD gefordert, die beiden deutschen Spieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan „nach Hause“ zu schicken.

„Teamgeist mit Özil und Gündogan funktioniert in der deutschen Mannschaft nicht, denn wer nur mit halbem Herzen dabei ist, der kann auch nicht den notwendigen Kampfgeist aufbringen“, erklärte der sportpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Jörn König, am Dienstag. „Es gibt Nationalspieler, die stolz auf unserer Land sind - Özil und Gündogan sollten zwei Plätze in der Nationalmannschaft freimachen für Spieler, die nicht dem türkischen Präsidenten mehr huldigen als dem deutschen Heimatland“, fügte König hinzu.

Bei der 0:1-Niederlage der deutschen Mannschaft am Sonntag in Russland hatte die Nationalmannschaft schwach gespielt. Im Gegensatz zu Özil stand Gündogan allerdings gar nicht auf dem Platz. Zum jetzigen Zeitpunkt des Turniers können für verletzte oder aus dem Kader gestrichene Spieler auch keine anderen Spieler mehr nachnominiert werden. Özil und Gündogan hatten Mitte Mai in London den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan getroffen und sich mit ihm fotografieren lassen. Gündogan hielt dabei ein hellblaues Trikot seines Vereins Manchester City hoch, auf dem auf Türkisch stand: „Mit großem Respekt für meinen Präsidenten.“ Das Treffen mit Erdogan, der wegen seines repressiven Vorgehens gegen die Opposition und der Einschränkung der Menschenrechte in der Türkei international in der Kritik steht, löste in Deutschland eine Welle der Empörung aus. Besonders Gündogan wurde seitdem bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft von den Fans ausgepfiffen.




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