Xaver zieht langsam ab "Das Schlimmste ist überstanden"

Von SIR/dpa 

In der Nacht zum Freitag hat Xaver noch geblasen, was das Zeug hält. Jetzt schwächt sich das Orkantief immer mehr ab. In seinem Schlepptau kommt jede Menge Schnee nach Deutschland.

Bis das Wasser zurückgeht, wird es noch einige Zeit dauern: Xavers Nachwirkungen am Ostseebad Rostock-Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern). Foto: dpa 18 Bilder
Bis das Wasser zurückgeht, wird es noch einige Zeit dauern: Xavers Nachwirkungen am Ostseebad Rostock-Warnemünde (Mecklenburg-Vorpommern). Foto: dpa

In der Nacht zum Freitag hat Xaver noch geblasen, was das Zeug hält. Jetzt schwächt sich das Orkantief immer mehr ab. In seinem Schlepptau kommt jede Menge Schnee nach Deutschland.

Offenbach - Das Orkantief „Xaver“ ist auf dem Rückzug. „Das Schlimmste ist überstanden“, sagte Diplom-Meteorologe Christian Herold von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag in Offenbach. In der Nikolausnacht wurden laut DWD Windgeschwindigkeiten um die 150 Stundenkilometer gemessen.

Am Freitag verlagerte „Xaver“ sein Zentrum Richtung Baltikum. Das Tief zog ostwärts ab und schwächte sich dabei allmählich ab. Der Wind ließ nach. Auf der Rückseite von „Xaver“ floss arktische Kaltluft nach Deutschland, die Schnee- und Graupelschauer brachte. Sogar im Flachland hatte sich laut DWD mancherorts eine dünne Schneedecke gebildet. Im Bergland fielen zwischen fünf und zehn Zentimeter Neuschnee.

Der Samstag startet dem Wetterbericht zufolge recht trüb, zeitweise fällt Schnee. Im Westen wird es bereits wieder wärmer, dort gibt es zunehmend Regen. „Am Sonntag erreicht uns eine Warmfront“, sagte Meteorologe Herold. Dadurch wird die arktische Kaltluft weggepustet. In tieferen Lagen regnet es, im Norden wird es wieder recht windig.

Die finanzielle Folgen des Sturms lassen sich noch nicht abschätzen. Dafür sei es noch viel zu früh, sagte ein Sprecher der weltgrößten Rückversicherers Munich Re am Freitag in München. Dieser Prozess werde Wochen brauchen. „Xaver“ zeige aber deutlich die Wichtigkeit von vorbeugenden Maßnahmen wie Küstenschutz oder Warnsystemen.

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