Zeitumstellung Sommerzeit und Energiesparen

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1975 beschlossen die meisten Länder der damaligen Europäischen Gemeinschaft die Sommerzeit einzuführen. Nach dem Schock der Ölkrise von 1973 erhoffte man sich auf diese Weise durch längere Ausnutzung des Tageslichts Energie einzusparen. 1978 setzte auch die Bundesrepublik Deutschland diese Regelung um. 1996 wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union vereinheitlicht. Seitdem gilt die Sommerzeit in Deutschland einen Monat länger (letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober statt September).

Doch die Energiesparrechnung ging nicht auf. Laut Bundesumweltamt spart man während der Sommerzeit zwar abends elektrisches Licht, morgens aber wird dafür umso mehr geheizt. 2015 wurden in Deutschland 530,6 Terawattstunden (1 TW = 1 Billion Kilowatt/kWh) Strom verbraucht. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Kopf lag 2014 bei 1654 Kilowattstunden, kWh. Durch die Umstellung auf die Sommerzeit werden einem Gutachten für den Bundestag zufolge gerade mal 0,21 Prozent Strom im Jahr eingespart.